PM: „Erneuerbare Energie verteidigen“ – breites Bündnis ruft zu Protesten gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf

Berlin – Am Samstag, den 18. April 2026, ruft ein breites Bündnis in Berlin, Hamburg, Köln und München zu Demonstrationen unter dem Titel „Erneuerbare Energien verteidigen!“ auf. Die Proteste setzen ein klares Zeichen gegen die aktuelle fossile Energiepolitik der Bundesregierung. Statt der rückwärtsgewandten Politik der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche brauche es jetzt eine konsequente Strategie für eine sichere, bezahlbare und lebenswerte Zukunft, so das Bündnis.

Dazu Nele Evers von Fridays for Future:

“Wir erleben aktuell einen Frontalangriff auf die Energiewende. Während Heizen, Strom und Mobilität immer teurer werden, setzt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche weiter auf fossiles Gas und Geschenke für die Lobby. Sie blockiert erneuerbare Energien nicht nur, sondern zerstört sie aktiv – dabei ist klar: Erneuerbare Energien sind günstiger, sicher und gut fürs Klima. Wir brauchen jetzt eine echte, erneuerbare Energiewende!”

Die Demonstration in Berlin beginnt um 12:00 Uhr am Invalidenpark. Geplant sind Redebeiträge von Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, darunter Maja Göpel, Luisa Neubauer (Fridays for Future), Christoph Bautz (Campact), Martin Kaiser (Greenpeace), Andreas Arens (Bundesverband WindEnergie e.V.), Katharina Reuter (Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft), Nina Scheer (SPD), Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen) und Luigi Pantisano (Die Linke).

Trägerkreis der Demonstrationen in den vier Großstädten sind Campact, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, Germanwatch, GermanZero, Greenpeace und WWF Deutschland.

PM: Große Proteste gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung im April

Berlin – Fridays for Future ruft für April zu großen Protesten gegen die Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung auf.Die Bewegung kritisiert scharf den klimapolitischen Kurs der Bundesregierung und die geplanten Änderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) und des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG). Die Aktivist*innen weisen dabei vor allem auf die verheerenden sozialen Folgen dieser Gesetzesänderungen hin.

“Wirtschaftsministerin Reiche blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und nachhaltiger Wärme nicht nur, sondern begräbt sie. Sie und die gesamte CDU treiben Verbraucher*innen in die Kostenfalle von fossilem teuren Gas. Statt an dreckigen Energien festzuhalten, brauchen wir jetzt den Ausbau der Erneuerbaren! Nur mit Erneuerbare Energien können wir bezahlbare, sozial gerechte und klimaneutrale Energieversorgung für die Bürger*innen gewährleisten.” sagt Nele Evers von Fridays for Future Berlin.

Am Samstag, den 18. April, veranstaltet Fridays for Future gemeinsam mit Campact eine Versammlung vor dem Bundeswirtschaftsministerium. Die Kundgebung beginnt um 12:00 Uhr im Invalidenpark und richtet sich insbesondere gegen die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Auch in Köln, Hamburg und München finden an diesem Tag Protestaktionen statt.

In der darauffolgenden Woche ruft Fridays for Future zudem für Freitag, den 24. April, zum bundesweiten Klimastreik auf. Mit einer Demonstration sowie einer begleitenden Kunstaktion vor dem Konrad-Adenauer-Haus will die Bewegung deutlich machen, dass die Politik der Bundesregierung nicht nur dem Klima, sondern auch der Gesellschaft schadet. Dabei appelliert Fridays for Future an die beiden Koalitionsparteien, sich jetzt aus fossilen Abhängigkeiten zu befreien.

PM: A100-Stau wird von Alt-Treptow nach Friedrichshain verlängert

Das Verkehrschaos vom 16. Abschnitt ist nicht aufgehoben, nur ausgeweitet Berlin, 12.03.2026. Mit der Eröffnung der neu gebauten Hälfte der Elsenbrücke am 16.03.26 erwartet das Bündnis A100 wegbassen keine Verbesserung der Stausituation in den angrenzenden Gebieten. Die vom Senat versprochene Linderung des Verkehrschaos, das seit der Eröffnung des 16. Abschnitts der Stadtautobahn am Treptower Park entstanden ist, wird so nicht eintreten. Vielmehr wird sich der Autostau dann noch weiter nach Friedrichshain ausweiten.

Das breite zivilgesellschaftliche Bündnis A100 wegbassen warnte stets vor der nun eingetretenen Verkehrsbelastung an Elsenbrücke und den angrenzenden Kiezen. Als zusätzliche Stauschwerpunkte werden zukünftig Stralauer Allee und Markgrafendamm hinzukommen. Damit einher gehen mehr Lärm, Feinstaub und Stress für die Anwohnenden. Bei einem Weiterbau der A100 steht das auch Lichtenberg und Prenzlauer Berg bevor.

Das Bündnis A100 wegbassen hatte bereits die Verlängerung der A100 nach Treptow vehement abgelehnt. Es fordert den Stopp der Planungen und des Weiterbaus der A100 vom Treptower Park zur Storkower Straße.

Fabian Flues von der Bürger*innenInitiative A100 (BI A100) sagt zur Fertigstellung der Brücke: “Die BI A100 begrüßt, wenn kaputte Infrastruktur, wie die Elsenbrücke, repariert wird. Angesichts 175 maroder Brücken in Berlin muss die Priorität auf den Erhalt bestehender Infrastruktur gelegt werden. Statt Milliarden Euro für den Neubau von vier Kilometer Stadtautobahn zu verschwenden, fordern wir, diese öffentlichen Mittel in die menschen- und klimagerechte Mobilitätswende zu investieren und für die Sanierung vieler maroder Verkehrswege sowie den Ausbau des ÖPNV auszugeben.”

Dazu ergänzt Katharina Wolf vom BUND Berlin: „Zusätzliche Fahrspuren sind keine Lösung. Sie erzeugen nur mehr Autoverkehr. Das belegt die Situation vor Ort an der Elsenbrücke. Das zeigen aber auch Verkehrsstudien immer wieder. Der Stau weitet sich von Alt-Treptow nach Friedrichshain aus. In der Autologik des Senats gibt es keinen Spielraum für einen besseren Fuß- und Radverkehr. Die angrenzenden Kieze werden durch mehr Kraftfahrzeuge erheblich belastet. Selbst die im Dezember letzten Jahres von der Autobahn GmbH veröffentlichte Verkehrssimulation hat die angespannte Situation bereits prognostiziert. Es zeigt sich, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung nicht durch den Ausbau von Straßen, sondern nur durch eine Reduzierung des Autoverkehrs und des ihm zur Verfügung stehenden Platzes erreicht wird.“

Adelheid Rehmann von der KungerKiezInitiative ergänzt: „Für Alt-Treptow sind es gute Nachrichten, dass die Elsenbrücke nun endlich wieder vierspurig ist. Gleichzeitig ist klar: Die Mengen an Autos, die von der Autobahnanschlussstelle in den Ortsteil strömen, führen auch weiterhin zu Ausweichrouten durch die Kieze. Gleichzeitig werden Risiken durch Feinstaub und Stickoxide für Anwohnende und Schulkinder nicht weniger, ganz im Gegenteil: Die Luftstinkt und macht krank! Nicht zuletzt: Die Rotphasen für Fuß- und Radverkehr bleiben weiterhin viel zu lange.“

Hintergrundinformation:

Die von der Autobahn des Bundes GmbH im Vorfeld der Eröffnung der A100-Verlängerung zum Treptower Park beauftragten Simulationen zeigen: Unabhängig davon, wie viele Fahrstreifen auf der Elsenbrücke zur Verfügung stehen, wird die Verkehrssituation im Umfeld voraussichtlich katastrophal bleiben. Die Kreuzungen dahinter werden die Autoflut gar nicht bewältigen können. “Die Knotenpunkte sind die limitierenden Faktoren […] des Verkehrsablaufes”, beschreibt die Studie der Autobahn GmbH. Nach der Logik, möglichst viel Autoverkehr durch das Gebiet zu schleusen, haben Menschen, die zu Fuß, per Rad sowie per ÖPNV unterwegs sind, das Nachsehen. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen müssen zu lange an Ampeln warten. Undisziplinierte Autofahrer*innen blockieren die Kreuzungen, wodurch der Busverkehr behindert wird. Das alles sind Folgen der autozentrierten Prioritätensetzung, die von der schwarz-roten Regierung forciert wird.

Über das Bündnis A100 wegbassen:

Das Bündnis A100 wegbassen ist ein vielfältiges Bündnis aus Zivilgesellschaft, club- und subkulturellen Orten, Nachbarschaftsinitiativen, Kulturschaffenden, Klima- und Umweltaktivist:innen, Umweltverbänden, queerfeministischen Gruppen und vielen mehr, die sich gemeinsam gegen den Weiterbau der A100 und für ein lebenswertes Berlin für alle einsetzen. Seit 2023 organisiert das Bündnis unterschiedliche Aktionen, Demonstrationen und Protest-Raves gegen den Weiterbau der A100 im Herzen der Stadt.

Weitere Informationen auf der Webseite: https://a100-wegbassen.de/#uber-das-Bundnis

Einladung: “Energiewende statt Weltende” – Pressekonferenz und Protestaktion am 3. März

Am Dienstag, den 3. März, protestiert Fridays for Future gemeinsam mit dem BUND, Greenpeace sowie weiteren Klimaschutzorganisationen, Sozialverbänden und Vertreter*innen aus der Energiewirtschaft gegen die geplanten Einschnitte in die Energiewende. Die Veranstalter*innen kritisieren die Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes, der Förderung von Dachsolaranlagen und zum Netzpaket. In Berlin beginnt die Kundgebung von Fridays for Future um 16:00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Auch in Hamburg und Greifswald sind Proteste geplant.

Vor der Demonstration in Berlin findet ab 15:00 Uhr eine Pressekonferenz am selben Ort statt. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Klimaschutzorganisationen und Sozialverbänden ordnen die Energiewende-Pläne der Bundesregierung ein: 

  • Auswirkungen der Pläne zum Gebäudemodernierungsgesetz und Dachsolar auf Mieter*innen und Hauseigentümer*innen
  • Konsequenzen der EEG-Reform und Eckpunkte des Netzpakets auf den Ausbau der Erneuerbaren, Unternehmen und Arbeitsplätze; Perspektiven für die weitere Entwicklung der Emissionen im Energiesektor
  • Vereinbarkeit der Pläne mit Klimazielen und 1,5-Grad-Grenze