Fridays for Future ruft auf zum globalem Klimastreik am 20.09.

Anlässlich des globalen Klimastreiks am 20. September 2024 plant Fridays for Future Proteste in der gesamten Republik. Wenige Wochen nach der Europawahl kündigt die Bewegung an, erneut in zahlreichen Orten auf die Straße zu gehen, um Klimagerechtigkeit einzufordern. Auch in Berlin wird es an diesem Freitag Aktionen geben.

Immer mehr Menschen sind von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Überschwemmungen in Süddeutschland, extreme Hitze in Indien, Rekordbrände wegen Dürre im Amazonas-Regenwald – während täglich neue Meldungen von Überschwemmungen, Stürmen und Bränden das Ausmaß der Klimakrise deutlich machen, hat die Ampel das von Fridays for Future erkämpfte Klimaschutzgesetz aufgeweicht. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern auch respektlos all jenen gegenüber, die das Leid der Klimakrise erfahren.” sagt Darya Sotoodeh von Fridays for Future Deutschland

Erst vor wenigen Tagen hatte die Bewegung verkündet, dass sie sich an einer Klage gegen das entkernte Klimaschutzgesetz beteiligen werde. Die Bewegung kritisiert die Abschaffung der Sektorziele scharf.

Fridays for Future setzt sich für einen schnellen Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern sowie einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien und eine sozialgerechte Verkehrswende ein. Vor der Europawahl hatte die Bewegung Zehntausende für Klimaschutz auf die Straßen mobilisiert.

“In diesen Tagen greifen rechte Kräfte Klimaschutz gezielt an und die Konservativen machen sich zu ihren Nachahmern – jede und jeder einzelne von uns ist gefragt, sich dem entgegenzustellen. 

Wenn die Katastrophen diktieren, schwinden die Überlebenschancen gerechter Demokratien. Die Bekämpfung der Klimakrise und der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas muss ganz oben auf die politische Agenda!” erklärt Pit Terjung, Sprecher von Fridays for Future Deutschland

Unsere Sprechenden stehen gerne für Interviews zur Verfügung.

Weitere Information versenden wir zu gegebenem Zeitpunkt über diesen Presseverteiler.

Pressekontakt:

Jonathan Auer & Josephine Hübner
Fridays for Future Pressekoordination
Tel.: +49 30 2207 7606
Mail: berlin@fridaysforfuture.de

PM: Mehr als 13.000 Menschen bei Klimastreik zur EU-Wahl in Berlin

+++ Berlin: Fridays for Future setzt mit über 13.000 Menschen ein klares Zeichen für Klimaschutz, die Demokratie und gegen rechts +++

Am Freitag, den 31. Mai 2024, hat ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure für Klimaschutz und Demokratie demonstriert. In ganz Deutschland fanden über hundert Aktionen statt. In Berlin demonstrieren über 13.000 Menschen für ein klimagerechtes Europa. 

Bilder der Demonstration finden Sie in Kürze hier. Der Ordner wird laufend ergänzt.

Neben der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor mit verschiedenen Musik- und Redebeiträgen zog die Demonstration durch das Regierungsviertel, um auf sich aufmerksam zu machen. An dem Aufruf haben sich zahlreiche Bündnispartner*innen beteiligt, unter anderem NGOs wie Seawatch, Klimaneustart, das Bürgerbegehren Klimaschutz, WWF, BUND, VCD Nordost und der ADFC. Auch zahlreiche Klimagruppierungen, soziale Bewegungen und Hochschulinitiativen haben zu der Demonstration aufgerufen. Klimaaktivistin Carla Reemtsma und weitere hielten Reden. Die Indie-Rock-Band MADSEN, der Künstler EZE und weitere untertützten die Demonstration musikalisch.

“Wir befinden uns in einer Welt voller Krisen. Das machen sich rechte Parteien zu Nutze, um den sozial gerechten Klimaschutz in den Hintergrund zu rücken. Deswegen müssen wir gerade Rückschritte bekämpfen, statt uns auf Fortschritte beim Klimaschutz konzentrieren zu können. So kann es nicht weitergehen. Wir müssen unsere Chance nutzen, denn diese EU-Wahl entscheidet über unsere Zukunft: Wir haben viel zu viel zu verlieren, können aber mit unseren Stimmen auch eine neue Welt erschaffen!”, sagt Frieda Egeling von Fridays for Future Berlin.

Erstmals können in Deutschland alle Menschen ab 16 Jahren bei der EU-Wahl ihre Stimme abgeben. Darin sieht Fridays for Future Potential und eine große Verantwortung. Mit den Streiks sollen die Menschen zum Wählen animiert werden. Die nächste Legislaturperiode sei entscheidend für unsere Sicherheit, denn um die Klimakrise einzudämmen, bleibe immer weniger Zeit. Fridays for Future erklärt, die EU müsse jetzt dringend etwas gegen die Klimakrise unternehmen.

“Die nächste Legislaturperiode ist entscheidend, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern. Europa befeuert die Klimakrise im weltweiten Vergleich stark und trägt eine besondere Verantwortung. Ein sozial gerechter und effektiver Kampf gegen die Klimakrise ist machbar, eine klimagerechte Gesellschaft gut für uns alle. Dafür braucht es unsere Stimmen, bei der Wahl und auf den Straßen”, betont Darya Sotoodeh von Fridays for Future Berlin.

PM: Großer Klimastreik zur EU-Wahl in Berlin ++ Freitag, 31. Mai 2024, 12:00 Uhr, Brandenburger Tor

Berlin – Fridays for Future ruft am Freitag, den 31. Mai 2024, zum deutschlandweiten Klimastreik auf. Eine Woche vor der EU-Wahl setzt die Bewegung damit ein klares Zeichen für Klimaschutz und Demokratie. In Berlin beginnt die Demonstration um 12:00 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Zeitgleich finden Demonstrationen in über 80 anderen deutschen Städten statt. Die Demonstrationen sind der Höhepunkt einer Kampagne, mit der die Bewegung junge Menschen zum Wählen motiviert und Klima als wahlentscheidendes Thema in den Mittelpunkt stellt. Diese Wahl sei entscheidend für ein klimagerechtes Europa. Die Klimaaktivist*innen machen sich deshalb stark für Klima, Demokratie und Gerechtigkeit.

“Wir befinden uns in einer Welt voller Krisen. Das machen sich rechte Parteien zu Nutze, um den sozial gerechten Klimaschutz in den Hintergrund zu rücken. Deswegen müssen wir gerade Rückschritte bekämpfen, statt uns auf Fortschritte beim Klimaschutz konzentrieren zu können. So kann es nicht weitergehen. Wir müssen unsere Chance nutzen, denn diese EU-Wahl entscheidet über unsere Zukunft: Wir haben viel zu viel zu verlieren, können aber mit unseren Stimmen auch eine neue Welt erschaffen!”, erklärt Frieda Egeling von Fridays for Future Berlin.

In Berlin unterstützen die Klimawissenschaftlerin Maja Göpel, die kolumbianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin & Amnesty-Menschenrechtspreisträgerin Yuly Velásquez und weitere Gäste die Demonstrierenden mit spannenden Reden. Das bunte Programm enthält musikalische Höhepunkte etwa von dem trilingualen Multitalent Ezé, der Indie-Rock-Band Madsen, der Sängerin & Live-Performerin Lary und weiteren. Im Verlauf der Demonstrationsroute werden außerdem Künstler*innen auf kleinen Bühnen für Stimmung sorgen. Verschiedene Zubringer-Demonstrationen bestärken die Veranstaltung.

Der Klimastreik wird außerdem von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis aus diversen Initiativen, Organisationen und NGOs unterstützt. Unter anderem rufen Klimaneustart, Sea-Watch, die BUND Jugend, Extinction Rebellion, das Bürgerbegehren Klimaschutz, der WWF, der VCD Nordost, der ADFC und verschiedene for-Future-Gruppen zur Demonstration auf.

“Da ich selbst immer noch nicht wählen darf, gehe ich auf die Straße, um auf meine Art und Weise abzustimmen, indem ich den Klimaprotest musikalisch unterstütze. Klima-Rassismus ist eine bittere Wahrheit. Musik ist für mich nicht nur ein Mittel zur Hoffnung, sondern auch ein Kanal, um auf die Klima-Ungerechtigkeit hinzuweisen. Wählen zu dürfen ist ein großes Privileg, das jede*r in diesem Land nutzen sollte, um die Werte der Demokratie, der Freiheit und der Gerechtigkeit mitzubestimmen”, erklärt der Musiker Ezé, der den Klimastreik musikalisch begleiten wird.

Im Zentrum der Kampagne von Fridays for Future zur Europawahl stehen die Wahlmobilisierung junger Menschen, der Kampf für echten Klimaschutz und Maßnahmen gegen rechte Kräfte wie die AfD, die die Klimakrise leugnen. Bei der letzten Europawahl 2019 hatte die Klimabewegung mit einer ähnlichen Kampagne einen großen Einfluss auf die Wahl. Historische Erfolge für progressive Parteien und die historisch hohe Wahlbeteiligung haben deutlich gezeigt: Europa will Klimaschutz. Dieses Zeichen wollen die Aktivist*innen nun erneut setzen.

Kein Kontinent erhitze sich aktuell so schnell wie Europa und die Klimakrise eskaliere jeden Tag ungebremst weiter. Jeden Monat werden neue Hitzerekorde aufgestellt, dennoch sei Europa nicht ausreichend auf die Klimakrise und ihre Folgen vorbereitet, warnt die Bewegung. Stattdessen drohe ein anti-ökologischer Rechtsruck, der auch bisherige Fortschritte in Gefahr bringe und wichtige Entscheidungen würden weiter verschleppt und ausgebremst. 

Die Aktivist*innen fordern deshalb stärkere Anstrengungen im Klimaschutz, ein Ende aller fossilen Energien bis 2035 und die Verdoppelung der Klima-Investitionen bis 2030.

“Wenn uns die letzten Monate eines lehrten, dann dass Gerechtigkeit und Klimaschutz nicht von Klimaleugnern und Demokratiefeinden kommt. Die Zeit, in der wir als Zivilgesellschaft zusammenhalten müssen, ist jetzt. Europa muss Menschen Schutz vor Flucht, Klimakrise und Krieg bieten. Dafür sind wir alle verantwortlich. Egal ob im Parlament, auf der Straße oder im Wahllokal, wir als Zivilgesellschaft müssen jetzt zeigen: Europa hat Zukunft und das ohne rechte Ideologie”, erklärt Samira Ghandour von Fridays for Future Berlin.

Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zur Demonstration ein.

Während der Demonstration stehen die Fridays for Future-Sprecherinnen Darya Sotoodeh, Samira Ghandour und Frieda Egeling gerne für Presseanfragen zur Verfügung. Gerne bieten sie auch Vorab-Interviews an. Auch Künstler*innen und Redner*innen stehen gerne für Statements zur Verfügung. Für einen reibungslosen Ablauf bitten wir Sie um vorherige Terminabsprache, auch zu Interviews am Streiktag selbst.

Vor Ort wird ein Pressebereich eingerichtet sein, dort steht eine Audiosplitbox zur Verfügung. Sowohl auf der Anfangs- und Abschlusskundgebung als auch während des Demonstrationszugs sind erhöhte Fotopoints und weitere Fotomöglichkeiten eingerichtet. Der Zugang zu Pressebereich und Fotopoints ist mit Presseausweis möglich.

Weitere Informationen, technische Details sowie Teilnehmer*innen-Zahlen und Fotos stellen wir Ihnen zeitnah über diesen Presseverteiler zur Verfügung.

Mehr zum Klimastreik in Berlin finden Sie auf unserer Website: https://fridaysforfuture.berlin/klimastreik-zur-europawahl-31-05/

Mehr zum deutschlandweiten Aktionstag finden Sie hier: https://fridaysforfuture.de/eu-wahl-2024/ 

Pressekontakt:
Josephine Hübner & Jonathan Auer
Fridays for Future Berlin Pressekoordination
Tel.: +49 30 2207 7606
Mail: berlin@fridaysforfuture.de

“Nutze Deine Stimme. Für Klimagerechtigkeit und Demokratie!”

Narrativ 31. Mai 2024 | Berlin

Am 09. Juni ist EU-Wahl. Diese Wahl ist entscheidend für die Zukunft Europas. Die Klimakrise eskaliert jeden Tag immer weiter, jeden Monat werden neue Hitzerekorde gebrochen. Gleichzeitig war die Demokratie in Europa nie so gefährdet wie jetzt. Es droht der anti-ökologische Rechtsruck, die fossile Lobby ist auf dem Vormarsch, Konservative und Rechte fahren Rekordergebnisse ein. Europa brennt und wichtige Entscheidungen werden gestoppt, verschleppt oder gar nicht erst angegangen. Nie war es deshalb wichtiger, für Klimagerechtigkeit einzustehen. Es liegt jetzt an uns, handfeste Veränderungen zu schaffen. Wir müssen unsere Stimme nutzen: für Klimagerechtigkeit und Demokratie.

Demokratie verteidigen.
In ganz Europa sind rechte Parteien auf dem Vormarsch. Sie schmieden Bündnisse, leugnen die Klimakrise und treiben eine menschenverachtende Politik voran. Ihr Ziel: Die Demokratie abschaffen. Alle demokratischen Parteien müssen sich entschieden gegen diese faschistische und rassistische Politik stellen und die Demokratie verteidigen. Wir sind alle gefragt: Demokratie lebt von Menschen, die sich aktiv am Diskurs beteiligen und ihre Stimme an der Wahlurne und in der Stammkneipe nutzen. Wir dürfen Europa nicht den Rechten überlassen!

Klimagerechtigkeit jetzt.
Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung für uns. Auch in Europa spüren wir ihre Auswirkungen: Kein Kontinent erhitzt sich schneller, Waldbrände und Überschwemmungen gehören seit Jahren zur traurigen Tagesordnung, Ökosysteme stehen vor dem Zusammenbruch. Selbst in Europa wird in manchen Gebieten schon das Wasser knapp. Doch statt diesen letzten Warnruf zu hören, schaut die Politik weg, verlässt sich auf Scheinlösungen oder blockiert wichtige Veränderungen sogar komplett. So kann und darf es nicht weitergehen: Die Zeit für sozial- und global gerechten Klimaschutz ist jetzt. Gemeinsam können wir echte Veränderung schaffen.

Nutze Deine Stimme.
Die kommende Wahl entscheidet über die EU-Politik der nächsten fünf Jahre und damit auch über unsere Zukunft. Je später wir handeln, desto stärker eskaliert die Klimakrise. Deshalb brauchen wir in der nächsten Legislaturperiode endlich echten Klimaschutz.
Doch bei dieser Wahl stehen die europäischen Klimaziele und Europas wichtigstes Klimaschutzprogramm, der Green Deal, auf der Kippe. Die EU muss Klimaschutz vorantreiben und ihre internationale Verantwortung wahrnehmen!  

Wir jungen Menschen haben dabei eine besondere Aufgabe: Dieses Jahr können bei der Europawahl erstmals alle ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben und es gibt so viele Erstwähler*innen wie noch nie. Damit sind wir eine entscheidende Kraft. Es kommt auf uns an!

Vor fünf Jahren, 2019, haben wir es schon einmal geschafft. Historische Wahlbeteiligung und ein historisches Wahlergebnis für progressive Parteien haben klar gezeigt: Europa ist bereit für Klimaschutz. Dieses Zeichen brauchen wir jetzt wieder! Die Krisen unserer Zeit überschlagen sich – ihre Lösung müssen wir selbst in die Hand nehmen. Egal ob jung oder alt, Land oder Stadt, Schüler*in oder Oma – wir alle sind gefragt. Wir haben viel zu verlieren, aber wir haben auch die Chance, in Europa die Veränderungen zu schaffen, die jetzt notwendig sind: Wir stehen gemeinsam. Für Demokratie, Klima und Gerechtigkeit!