Dein persönlicher Klimaschutz | Viele nützliche Tipps gibt’s hier!

Alle können in wenigen Minuten ohne viel Aufwand bedeutsames für den Klimaschutz und den Naturschutz tun.

Minutes for Future bietet Dir schnelle, einfache und effektive Klimaschutz-Tipps. Die Seite basiert auf dem Gedanken, was Du in wenigen Minuten bereits tun kannst. Damit leistest Du einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft.

Hier findest Du beispielsweise Tipps zu:

  • Den besten Ökostrom-Anbietern Deutschlands (Einfacher Wechsel)
  • Empfehlenswerte Baumpflanz-Projekte, wo Du für wenig Geld ganze Wälder neu aufforsten lassen kannst
  • Einer ökologischen Suchmaschine, die Bäume pflanzt (Alternative zu Google)

Minutes for Future zeigt Dir sinnvolle Tipps für einen leichten Klimaschutz-Einstieg!

Greenwashing – Was ist das?

Umwelt- und Naturschutz wird uns immer wichtiger. Das wissen auch große Firmen und werben daher mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Nur: So ehrlich und grün, wie sie sich so häufig darstellen, sind sie nicht.

Was ist überhaupt Greenwashing?

Mit gezielten Kampagnen und PR-Aktionen verleihen Unternehmen einzelnen Produkten, dem ganzen Unternehmen oder der politischen Strategie einen „grünen“ Anstrich. Damit soll bei Verbrauchern und Verbraucherinnen der Eindruck erweckt werden, dass das Produkt oder die Dienstleistung besonders umweltfreundlich, fair oder ethisch korrekt sei. Dabei handelt es sich hier nur um Täuschung!

Welche Formen von Greenwashing gibt es?

  • Grüner Anstrich: Die Farbe Grün täuscht Umweltfreundlichkeit vor
    • Beispiel: Der Hersteller gibt dem Produkt eine grüne Verpackung oder gestaltet die Außenwerbung des Unternehmens „grüner“.

  • Versteckte Eigenschaften: Ein Produkt wird wegen einer einzelnen Eigenschaft als umweltfreundlich beworben, obwohl andere Produkteigenschaften umweltschädlich sind.
    • Beispiel: Putzmittel mit einem Anteil an recycelten Plastik. Dabei ist häufig nur der Deckel recycelt.

  • Fehlende Bedeutung: Irrelevante Eigenschaften werden betont.
    • Beispiel: Spraydosen mit dem Aufdruck „FCKW-frei“. Dies ist jedoch schon seit vielen Jahren in Deutschland verboten.

  • Falsche Siegel, Nachweise oder vage Aussagen: Unternehmen können eigene Siegel und Label erfinden oder mit nicht verifizierten Studien vieles behaupten, was nicht der Wahrheit  entspricht. Unklar definierte Begriffe können auch leicht missverstanden werden.
    • Beispiel: Der Aufdruck „Biologisch Zertifiziert“ existiert offiziell gar nicht.

  • Kleineres Übel: Ein Produkt wird mit einem noch weniger umweltfreundlichen Produkt verglichen, um es in einem besserem Licht erscheinen zu lassen.
    • Beispiel: Erdgas ist klimafreundlicher als Heizöl, beides ist jedoch einzeln betrachtet sehr klimafeindlich.

  • Fehlende Taten: Unternehmen betonen die Relevanz von Nachhaltigkeit, können aber tatsächlich kaum Aktivitäten aufweisen.
    • Beispiel: Werbung die suggeriert, dass dem Unternehmen Nachhaltigkeit wichtig ist und es mehr tun will. Taten bleiben aber häufig aus. Leider bleibt bei vielen Verbrauchern das beworbene „grüne“ Image im Gedächtnis.

  • Fremde Federn: Ein normaler technischer Fortschritt oder eine zugekaufte Technologie werden als unternehmenseigener Erfolg verkauft.
    • Beispiel: Eine gesetzlich vorgeschriebene Verringerung der CO2-Emissionen wird als Eigenleistung des Unternehmens ausgegeben.

Warum tun Unternehmen das?

Für die Unternehmen, die Greenwashing betreiben, stehen die ökonomischen Interessen im Vordergrund. Andere Ziele sind auch:

  • Besseres Image: Grüne Produkte verleihen Unternehmen ein besseres Image.
  • Schwächere Regulierung: Wenn glaubhaft gemacht wird, dass gewisse Standards freiwillig von der Wirtschaft eingehalten werden, können geplante Regulierung von der Politik eventuell abgeschwächt werden. Nach dem Motto: „Die tun ja schon freiwillig viel“.
  • Höherer Preis: Nachhaltigkeit rechtfertigt eine Erhöhung des Preises.
  • Stärkung der Lobby: Im Vordergrund für mehr Klimaschutz eintreten, aber im Hintergrund aktiv gegen Klimaschutz-Verordnungen in der Politik vorgehen.

Aber: Nicht jede grüne Marketing-Maßnahmen ist automatisch schlecht oder falsch!

Wenn eine langfristige Strategie und eine aktiv verfolgte Perspektive erkennbar sind, so muss es sich nicht unbedingt um Greenwashing handeln. Dies wird am besten an einem Beispiel verdeutlicht:

  • Wenn ein Modegeschäft die Verwendung von Bio-Baumwolle in ihren Produkten bewirbt und gleichzeitig zugibt: Ja, bisher macht dieses Produkt nur 1% des gesamten Umsatzes aus, aber wir werden den Anteil schrittweise erhöhen.

Was hilft gegen Greenwashing

Zunächst einmal ist viel getan, wenn einem bewusst ist, dass es Greenwashing überhaupt gibt und es viele Unternehmen gibt, die diese Täuschung häufig verwenden. Im Grund hilft hier nur ein kritischer Umgang mit (Werbe-) Aussagen von Unternehmen. Hinterfragt und glaubt nicht jede Behauptung von Unternehmen. Noch besser ist es, sich unabhängige Informationen einzuholen und sich einfach schlau zu machen.

Bewusstsein für das Greenwashing – Problem stärkt die Unternehmen, die es ehrlich meinen, und damit den nachhaltigen Konsum!

Unite behind the science

Am 07.11.2019 traf sich die Faktenvermittlung von FFF Berlin mit Wissenschaftler*innen und Interessierten im Naturkundemuseum.

Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung – der Weg zum Beenden der Klimakrise. Wir haben viele Menschen kennengelernt, die sich im privaten für eine lebenswerte Welt einsetzen. Wir schließen uns zusammen. Wir zeigen unsere Stärke und Kraft. Denn eine Sache wurde uns heute in diversen Gesprächen bewusst: #NeustartKlima #JetztAberEcht!

Der Sonderbericht des Weltklimarates zu Eis und Ozeanen

Ocean

Like the Oceans we rise – Am 25.09. hat der Weltklimarat seinen Sonderbericht zu Ozeanen und Eis vorgestellt. Der Weltklimarat erhöht darin seine Prognose für den Meeresspiegelanstieg. Dazu kommen weitere dramatische Fakten. Wir sagen „Unite behind the science!“, deshalb haben wir hier die Ergebnisse tausender Wissenschaftler*innen für euch zusammengefasst:

680 Millionen Menschen leben in Küstenregionen, bis 2050 sollen es 1 Milliarde sein. Diese Menschen sind besonders vom Meeresspiegelanstieg bedroht. Der Meeresspiegelanstieg passiert mittlerweile 2,5 mal schneller als in den Jahren von 1900-1990.

Die Schmelze des Arktischen Eises im Sommer ist heftiger als je zuvor in den letzten 1000 Jahren. Die Schneebedeckung in der Arktis hat im Sommer schon um 2,5 Millionen Quadratkilometer abgenommen.

Jedes Jahr besteht bei “nur” 2 Grad Erwärmung eine 10-35%ige Chance, dass die Arktis im Sommer eisfrei wird – mit dramatischen Folgen für die dortigen Ökosysteme.

Das Grönländische Eisschild verliert jedes Jahr 278 Milliarden Tonnen Eis, das Antarktische Eisschild weitere 155 Milliarden Tonnen und die restlichen Gletscher 220 Milliarden Tonnen.

Der Eisverlust in der Antarktis hat sich innerhalb von 10 Jahren verdreifacht, der Eisverlust des Grönländischen Eisschilds im selben Zeitraum verdoppelt.

Im 21.Jahrhundert werden wir bei einem “Weiter So” 36% der Masse der weltweiten Gletscher verlieren – fast alle Alpengletscher werden verschwinden.

Meeresspiegel, die sonst nur einmal pro Jahrhundert auftraten, werden im 21. Jahrhundert fast überall jedes Jahr auftreten.

Selbst bei ambitioniertem Klimaschutz droht ein Meeresspiegelanstieg von 1 Meter bis 2300 – bei Business as Usual wären es 2,3 bis 5,4 Meter. Der unerwartete Kollaps antarktischer Eisschilde könnte den Meeresspiegel sogar noch stärker steigen lassen.

Marine Hitzewellen sind bereits doppelt so häufig geworden und haben massive Schäden an Korallenriffen und anderen Ökosystemen angerichtet. 84 bis 90% aller marinen Hitzewellen der letzten 10 Jahre sind auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen.

Die maximal möglichen weltweiten Fischfänge werden im Laufe des Jahrhunderts um 20 bis 24 % abnehmen.

Der Permafrost speichert derzeit 1,4 bis 1,6 Billionen Tonnen Kohlenstoff, fast doppelt soviel wie sich derzeit als CO2 in der Atmosphäre befindet. Der Permafrost taut – wenn wir weiter machen wie bisher, wird der Permafrost hunderte Milliarden Tonnen CO2 und zusätzliches Methan freisetzen – mit ambitioniertem Klimaschutz ließe sich das verhindern.

Brände in der Arktis haben bereits deutlich zugenommen und werden mit weiterer Erwärmung noch weiter zunehmen.

Wirbelstürme werden durch die Erderwärmung noch zerstörerischer. Der Klimawandel führt zu höheren Windgeschwindigkeiten der Stürme, noch mehr Überflutungen und extremen Sturmfluten. Stürme der höchsten Kategorien 4 und 5 nehmen zu.

Das alles macht nochmal auf dramatische Weise deutlich, wie unfassbar wichtig unsere Arbeit ist. Wir müssen es schaffen das Ruder rumzureißen.
Nach dem 20.9. ist vor den nächsten Streiks. Die Uhr tickt…

Make Germany Green Again!

Brandenburger Tor

Am Abend des 20.9. gab es gegen 21 Uhr am Brandenburger Tor eine weitere kreative Aktion. Mehrere Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten haben das Wahrzeichen grün erstrahlen lassen und vor dem Tor im Liegen die Anzahl der Demonstrierenden des 20.9. in Deutschland („1,4 M“) gebildet.
Diese schöne Aktion war ein weiteres Mittel, Präsenz zu zeigen und eine Botschaft an die Politik im Land, denn diese 1,4 Millionen sind nicht einverstanden mit der aktuellen Klimapolitik im Land und fordern mehr Umwelt- und Klimaschutz!

Andrej Platonow: Dshan oder Die erste sozialistische Tragödie. – Eine Vorlesung über einen Vorreiter der Umweltbewegung

Buchpremiere

12.10. – 20 Uhr
Volksbühne Berlin
Übersetzt von Michael Leetz
Lesung: Silvia Rieger

Bereits zu Beginn der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts setzte Andrej Platanow sich für die Nutzung erneuerbarer Energien ein, vor allem für die Nutzung der Sonnenenergie. Er war davon überzeugt, dass man eine neue Wirtschaft aufbauen soll, die die natürlichen Ressourcen schont. Eine ökologische Katastrophe, so Platonow, lasse sich nur verhindern, wenn fossile Brennstoffe durch regenerative Energien ersetzt werden und der Mensch ein neues Bewusstsein erlangt. Die gewaltigen ökologischen Probleme, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen, hat er vorhergesehen – und erstaunlich aktuelle Ansätze zu ihrer Überwindung aufgezeigt.

Der Band spannt einen Bogen von Platonows früher Publizistik, in der er die Nutzung der Sonnenenergie und die Überwindung des Raubbaus an der Natur propagiert, bis zu dem Essay Über die erste sozialistische Tragödie (1934).

WO?
Volksbühne – Roter Salon
Rosa-Luxemburg-Platz 210178 Berlin-Mitte
Tel.: 030 / 240655
Nahverkehr:
U-Bahnhof „Rosa-Luxemburg-Platz“ (U2)

Die Tickets kosten 8 €, ermäßigt 5 €.

Für Tickets hier klicken.
Weitere Informationen hier.

Rückblick 20.09.

Klimastreik 20.09.

Letzten Freitag, 20. September 2019, war ein internationaler Klimastreik. Wie schon im März wurde auf jedem Kontinent gestreikt, weltweit an mehreren Tausend Orten und allein in Deutschland an über 550 Orten. Die Zahlen werden aber noch besser; unfassbare 1,4 Millionen Menschen waren in Deutschland für mehr Klimaschutz auf der Straße, davon 270.000 allein bei uns in Berlin.

Fridaysforfuture ging gemeinsam mit allen Menschen auf die Straße. Jung & alt, Schüler*innen, Studierende, Arbeitstätige und noch mehr haben sich zusammengeschlossen und ein klares Zeichen für unser gemeinsames Ziel gesetzt; echter Klimaschutz & Klimagerechtigkeit jetzt!

Um die vielen Facetten der enormen Klimakrise aufzuzeigen und deutlich zu machen, was damit eigentlich alles zusammenhängt wurde sich auch anderen Themen als dem strikten Klimaschutz gewendet. Es gab verschiedene Themenblöcke, wie z.B. Gesundheit, Agrar, Antikapitalismus, Feminismus uvm., und Redebeiträge, die sich den Themen widmeten.

Start der Demo war um 12h am Brandenburger Tor, die Kundgebungen wurden begleitet von vielen tollen Musiker*innen: Culcha Candela, Lazylizzardgang, Brass Riot und mehr.

Der Klimastreik am 20. September war der größte aller Zeiten in Berlin und auf der ganzen Welt und dazu haben alle beigetragen, die an diesem Freitag ihre Tätigkeiten niedergelegt haben und stattdessen streiken gegangen sind! Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben und gemeinsam können wir die Politik wachrütteln und die Klimakrise bekämpfen!

#allefürsklima

Die Klimawandel-Workshops im Museum für Naturkunde

Seit März finden im Experimentierfeld des Museums für Naturkunde Berlin regelmäßig Veranstaltungen statt, die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die „Fridays For Future“ mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten in Kontakt bringen. Wir unterstützen den Dialog auch im neuen Schuljahr: Auf die Sommerschule Klimawissen folgt eine Workshopreihe zu den Themen Klimawandel, Artensterben sowie Agrar-, Verkehrs- und Energiewende und den mit diesen Themen einhergehenden Konflikten.

Wann? Immer freitags von 14 bis 16 Uhr (20. September 2019 um 10 Uhr).
Wo? Im Experimentierfeld des Museums für Naturkunde Berlin.
Was? Workshops zu wechselnden Klimathemen, Fragerunden und Diskussionen.

Alle aktuellen Termine findet ihr auf der Website des Museums.

Wünsche zu konkreten Themen? Gerne per Mail an [email protected].

Aktionstag im Museum für Naturkunde Berlin zum globalen Klimastreik am 20. September

Anlässlich des am 20. September 2019 stattfindenden globalen Klimastreiks öffnet das Museum für Naturkunde Berlin ganztägig bei freiem Eintritt für alle Bürgerinnen und Bürger. In den Ausstellungen stehen Expertinnen und Experten bereit, die insbesondere die Verbindung zwischen Klimawandel, Artensterben und Ökologie erläutern und mit den Besuchenden in Dialog treten können. Zusätzlich bietet sich in zwei Workshops die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema Klimawandel. Die bis zum 20. Oktober verlängerte Sonderausstellung ARTEFAKTE lädt dazu ein, sich vertieft mit den katastrophalen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen zum Programm hier.

Kontakt

Dr. Gesine Steiner
Pressesprecherin

E-Mail: [email protected]
Tel: +49 30 889140 – 8917
Fax: +49 30 889140 – 8561

Museum für Naturkunde
Leibniz-Institut für Evolutions-
und Biodiversitätsforschung
Invalidenstraße 43
10115 Berlin

Abgeordnete aus Berlin unterstützen globalen Klimastreik

Nach langer Diskussionsarbeit von Fridays for Future Aktivisten Hannah und Klara geben zwei Wochen vor dem 20.09. die bildungs- und jugendpolitischen Sprecherinnen der rot-rot-grünen Koalition Berlins folgendes bekannt:

„Wir rufen alle Berliner Schule auf, den Globalen Klimastreik am 20. September 2019 zum Projekttag für die Einhaltung des Pariser Abkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung zu machen.“

Auch heißt es:
„Wir sagen: Diese Jugend macht Hoffnung! Wir stehen solidarisch an ihrer Seite!“

#allefürsklima

TEILT ES IN EURER SCHULE, DAMIT DER 20.09. NOCH GRÖßER WIRD!
SELBST DIE POLITIK LEGT EUCH KEINE STEINE IN DEN WEG!

Lest die vollen Statements:

https://www.spdfraktion-berlin.de/pressemitteilungen/2019/september/gemeinsame-presseerklaerung-der-koalitionsfraktionen-globalen-klimastreiktag-zum

https://gruene-fraktion.berlin/pressemitteilungen/koa-pm-globalen-klimastreiktag-zum-projekttag-fuer-klimaschutz-machen/?c

https://www.linksfraktion.berlin/aktuelles/presse/detail/news/globalen-klimastreiktag-zum-projekttag-fuer-klimaschutz-machen/