PM: Offener Brief an Bundeskanzler Merz – Deutschland soll eine führende Rolle bei COP30 übernehmen

Initiativen fordern klares Bekenntnis zu Klimaneutralität 2045, eine Stärkung internationaler Partnerschaften und Führungsrolle in der Klimapolitik

Berlin, 13.10.2025 – In vier Wochen startet in Brasilien die Weltklimakonferenz COP30. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz rufen nun Fridays for Future Berlin, Berlin4Future und weitere Initiativen der Klimagerechtigkeitsbewegung die Bundesregierung dazu auf, bei der Weltklimakonferenz in Brasilien eine führende, konstruktive und ambitionierte Rolle im globalen Klimaschutz einzunehmen. In einem offenen Brief richten sich die Initiativen direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz mit der Aufforderung, dass sich Deutschland auf der COP30 für klare Ziele und Maßnahmen zur Klimaneutralität 2045 einsetzt, internationale Partnerschaften stärkt und finanziell sowie technisch unterstützt und seine Rolle als verantwortungsbewusster Global Player wahrnimmt.

Dazu Gerd Hübner von Berlin4Future: „Uns treibt die große Sorge um, dass Deutschland angesichts der erkennbaren nationalen Rückschritte und Bremsmanöver beim Klimaschutz auch beim internationalen Klimaschutz versagt. Dabei bestätigen Meinungsforschungsinstitute immer wieder, dass die Mehrheit der Menschen weltweit und in Deutschland mehr Engagement von ihren Regierungen beim Klimaschutz erwarten. Es ist Zeit, diesen berechtigten Erwartungen nachzukommen. Wir brauchen dringend auch einen Herbst der Reformen in der internationalen Klimapolitik!“

“Die Weltklimakonferenz ist das wichtigste klimapolitische Ereignis im Jahr. Hier kann richtig viel in Sachen Klimagerechtigkeit erreicht werden. Dazu braucht es aber starke Verhandler*innen, die entschlossen vorangehen und Klimaschutz international vorantreiben. Diese Rolle muss Deutschland übernehmen und seine Verantwortung wahrnehmen. Deshalb fordern wir von Merz: Priorisieren Sie die COP30. Deutschland muss entschlossen vorangehen und sich für eine klimaneutrale Zukunft einsetzen. Friedrich Merz hat betont, dass diese Bundesregierung zu den nationalen und internationalen Klimazielen steht. Jetzt muss der Kanzler auf der großen internationalen Bühne liefern“, ergänzt Felix Schachenmayr von Fridays for Future Berlin.

Begründung und Hintergrund:

  • Die COP30 bietet eine historische Chance, die Verpflichtungen der Staatengemeinschaft zur Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung umzusetzen. Deutschland hat eine besondere Verantwortung als führende Wirtschaftsnation und als historisch gesehen ein sehr wesentlicher Emittent von Treibhausgasen.
  • Klimaschutz ist zugleich im nationalen Interesse. Die CO₂-Reduktion schützt vielmehr unsere materiellen und ideellen Lebensgrundlagen: Unsere Wälder, unsere Landwirtschaft, unsere Städte! Unsere Lebensweise, unsere Kultur, unsere Demokratie!
  • Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft birgt erhebliche Chancen: Erschließung neuer Märkte, Stärkung der Innovationskraft, Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Unterzeichnet ist der Brief von:
Berlin4Future
Fridays for Future Berlin
Health For Future
Omas for Future
Parents4Future Berlin
Scientists for Future Berlin-Brandenburg
Teachers For Future

PM: Tausende in Berlin zur globale Klimademo von Fridays for Future +++ Aktivist*innen kritisieren den Ausbau von fossilen Gasförderungen

Berlin, 20.09.2025 – Unter dem Motto #ExitGasEnterFuture versammelten sich heute mehr als 4.300 Menschen in Berlin, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Weltweit rief Fridays for Future dieses Wochenende in fast 100 Ländern zu Aktionen auf. In Deutschland wurde an über 80 Orten demonstriert. 

Parallel zu den Demonstrationen setzt Fridays for Future außerdem auf weitere Aktionsformen und wird in rund 15 Städten, darunter Berlin, mit großen Schriftzügen bildstark die Botschaft des Aktionstages sichtbar machen. In Berlin legten die Aktivist*innen den 10×30 Meter großen Schriftzug „STOP GAS“ vor dem Wirtschaftsministerium aus, um ihre Botschaft direkt an Wirtschaftsministerin Reiche zu adressieren.  

Die Aktivist*innen kritisieren den Ausbau von fossilen Gasförderungen in Deutschland und riefen die Bundesregierung zu ambitionierterer Klimapolitik auf. In Zeiten von Hitzerekorden, Waldbränden und Überschwemmungen seien neue Gasbohrungen ein Schritt in die völlig falsche Richtung, so Fridays for Future. Die deutschen Klimazielen könnten mit der Erschöpfung der neuen Gasförderstätten vor Borkum und in Reichling nicht mehr erreicht werden. Statt den Ausbau erneuerbarer Energien zu verschleppen, müsse Deutschland seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und als gutes Beispiel vorangehen.

„Während die Klimakrise immer weiter eskaliert, stellt die Bundesregierung die Interessen fossiler Konzerne vor unser Recht auf Zukunft. Sie investiert in neue Gasbohrungen und Pipelines, statt wirksamen Klimaschutz voran zu bringen. Das ist maximal verantwortungslos und unehrlich. Deshalb sind wir heute auf die Straße gegangen: Für Ehrlichkeit, für Erneuerbare, für eine Zukunft, auf die wir uns verlassen können“ so Nele Evers, Pressesprecherin von Fridays for Future Berlin.

Die Demonstration in Berlin begann um 12:00 Uhr mit einer Anfangskundgebung im Invalidenpark, nach einem Protestzug endet sie gegen 15:00 Uhr auf dem Dorothea-Schlegel-Platz an der Friedrichstraße. Auf der Kundgebung hielten unter anderem Klimaaktivistin Carla Reemtsma, Menschenrechtsaktivistin Daniela Sepheri, Campact-Mitbegründer Christoph Bautz und weitere Reden. Musikalische Unterstützung erhielt die Demonstration unter anderem von der Künstlerin anais und dem Musiker Majan.

Fotos der Demonstration zur redaktionellen Verwendung unter Angabe des Copyrights finden Sie hier: https://cloud.fridaysforfuture.is/s/zLy3DaTc4aZYZdT 

Weitere Informationen finden Sie unter fridaysforfuture.de/klimastreik und unter https://fridaysforfuture.berlin/klimastreik-am-20-09-2025/

Für Rückfragen und Interviewanfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung

PM: Globaler Klimastreik in 97 Ländern ++ Fridays for Future demonstriert gegen fossiles Gas und appelliert für mehr Zusammenhalt beim internationalen Klimaschutz ++

Unter dem Motto “Exit Gas, enter Future” ruft die Klimabewegung Fridays for Future zu Protesten am 20. September auf. In Berlin versammeln sich die Aktivist*innen um 12 Uhr im Invalidenpark und ziehen dann durch das Regierungsviertel. Die Kundgebung findet gezielt vor dem Wirtschaftsministerium statt: Fridays for Future spricht von einem “Gasrausch” der Bundesregierung und kritisiert, dass Deutschland die Förderung von Erdgas intensiviere. Fossiles Gas sei wesentlich klimaschädlicher als Braunkohle. Statt mit der Eröffnung neuer Förderstätten und LNG-Terminals Deutschland für Jahrzehnte von dreckigem Gas abhängig zu machen, müsse endlich der Gasausstieg durchgesetzt werden. Die Erschließung der Gasfelder vor Borkum sowie im bayerischen Reichlingen sei nicht mit den deutschen Klimazielen vereinbar. Die Bundesregierung, insbesondere Katharina Reiche, verkauft unsere Zukunft an die Gaslobby, so die Klimaaktivist*innen.

„Die Regierung sabotiert Klimaschutz und Energiewende, wo sie nur kann”, erklärt Carla Reemtsma, Sprecherin von Fridays for Future Berlin. „Es ist ein Armutszeugnis: Statt Menschen vor immer mehr Klimakrise zu schützen und unsere Zukunft zu sichern, stellt sie sich an die Seite von ein paar dreckigen Konzernen. Am 20. September gehen wir deswegen mit allen auf die Straßen, die diese Zerstörung nicht hinnehmen. Für eine gute Zukunft, für die Energiewende, für den Ausstieg aus dreckigem Gas!“

Im Angesicht einer bröckelnden Gemeinschaft auf internationaler Ebene müsse Deutschland seiner Verantwortung gerecht werden, fordert Fridays for Future. Während sich die USA unter Trump vom Klimaschutz verabschiedet hätten, würden sich auch andere Staaten immer weiter von den Klimazielen entfernen. Der aktuelle Gasrausch der Bundesregierung sei ein völlig falsches Signal an andere Länder. Deutschland riskiere so seine Glaubwürdigkeit. Als eines der Länder, welche seit 1850 die meisten Treibhausgase emittiert haben, habe Deutschland eine besondere Verantwortung nun als gutes Beispiel voranzugehen und sich mit stark von der Klimakrise betroffenen Staaten zu solidarisieren.

In 97 Ländern wird es am 20. September Aktionen für mehr internationalen Klimaschutz geben. Zeitgleich zur UN-Vollversammlung protestieren Klimaaktivist*innen auf der ganzen Welt für eine bessere Zusammenarbeit, Solidarität und eine Abkehr von fossilen Energien.

In Vorbereitung auf den Streik veranstaltet Fridays for Future Berlin am 12.09. eine große Bastelaktion, bei der Aktionsbilder für mehrere Städte vorbereitet werden. Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich ein, uns bei dieser Aktion zu begleiten und im Vorfeld über den Streik zu berichten. Carla Reemtsma wird Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Berliner Pressekoordination:
Telefon: +49 3022077606
Email: berlin@fridaysforfuture.de

PM: Fridays for Future ruft zu Klimademo am Samstag, 20.09., auf

Die Klimabewegung Fridays for Future ruft für Samstag, den 20.09., zu bundesweiten Klimaproteste auf. Der Protest findet im Rahmen internationaler Aktionstage für mehr Klimaschutz statt und steht unter dem Motto #ExitGasEnterFuture. In Berlin beginnt die Demonstration um 12:00 am Invalidenpark, wo sie nach einem Demonstrationszug durchs Regierungsviertel auch wieder endet.

”Weltweit wütet die Klimakrise: verheerende Waldbrände, Hochwasser und Hitzewellen gefährden Lebensgrundlagen und Menschenleben. Doch statt effektivem Klimaschutz hält die Bundesregierung, allen voran Katherina Reiche, an neuen, klimaschädlichen Gasprojekten fest. Damit entscheidet sich die Koalition bewusst für Klimazerstörung und Leid. Sie wird ihrer enormen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Am 20. September zeigen wir, dass wir diese gefährliche und unverantwortliche Politik nicht akzeptieren!”, so Carolin Moser von Fridays For Future Berlin.

Die Protestaktionen in ganz Deutschland richten sich gegen die rückschrittliche Klimapolitik von Kanzler Friedrich Merz. Fridays for Future fordert bundesweit einen Stopp neuer Erdgasprojekte wie vor Borkum in der Nordsee oder im bayerischen Reichling sowie einen bundesweiten Gasausstieg bis spätestens 2035.

Die Bewegung kritisiert die Pläne der Bundesregierung, die Förderung und Importe von klimaschädlichem Erdgas auszuweiten sowie neue Gaskraftwerke zu bauen. Erdgas kann aufgrund der entstehenden hohen Methanemissionen um ein Vielfaches klimaschädlicher sein als Braunkohle. 

”Katherina Reiche steht wie kaum eine andere für den Ausbau fossiler Energien und gegen eine zukunftsfähige Klimapolitik. Sie treibt die Pläne für neue Gasprojekte ohne zu zögern voran und setzt wissentlich unsere Zukuft aufs Spiel. Dieses rücksichtslose und brandgefährliche Handeln lassen wir nicht unbeantwortet stehen. Wir werden am 20. September für den Ausbau der Erneuerbaren und gegen jedes neue fossile Projekt auf die Straße gehen, sei es vor der Nordseeinsel Borkum oder in Reichling am Ammersee”, ergänzt Annkatrin Schwirten von Fridays For Future Berlin.

Weitere Informationen stellen wir Ihnen in den nächsten Wochen über diesen Verteiler zur Verfügung. Für Rückfragen und Interviewabsprachen erreichen Sie uns per Mail unter berlin@fridaysforfuture.de und telefonisch unter +49 30 23593449.