Spontandemo zur Adani-Entscheidung von Joe Kaeser – Siemens beteiligt sich weiter an fatalem Kohle-Projekt

Am heutigen Montag protestiert Fridays For Future Berlin spontan um 17 Uhr an der Huttenstraße 12 gegen die Entscheidung des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser, sich weiterhin am Adani-Kohleprojekt zu beteiligen. Zuvor hatte er die Mitarbeit des Konzerns am Bau einer der größten Kohleminen der Welt in Australien infrage gestellt.

„Die heutige Entscheidung macht die Bestrebungen von Kaeser, den Siemens-Konzern zukunftsgerichtet wirken zu lassen, vollständig zunichte. Mit dem “Ja” zum katastrophalsten Kohleminen-Projekt der Welt tritt Kaeser die nachhaltigen Bestrebungen seines Unternehmens für ein Volumen von nur 20 Millionen Euro in die Tonne,“ sagte Nick Heubeck, der am 10.01.2020 am Treffen mit Joe Kaeser teilgenommen hatte.

Quang Paasch, Aktivist aus Berlin meint: „Die aktuelle Lage in Australien zeigt, dass wir mitten in der Klimakrise stecken. Joe Kaesers Beteiligung am Kohle Projekt Adani unterstreicht die unmoralische Verantwortung des Wirtschaftsunternehmen Siemens. Wir im globalen Norden missachten weiterhin die Lebensgrundlage der indigenen Menschen. Dies können wir nicht so einfach hinnehmen.“

Bereits 60 Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit mit dem indischen Konzern Adani beendet. Die Carmichael-Mine gilt als eines der umstrittensten Bauprojekte der Welt. Nach der Fertigstellung wäre die Adani-Mine eines der größten Kohlebergwerke weltweit, wodurch jährlich zusätzlich 705 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden würden. Durch den Bau werden Land und Kulturstätten australischer Ureinwohnerinnen und Ureinwohner zerstört. Zum Transport der Kohle nach Asien sollen darueberhinaus jährlich über 500 Kohlefrachter das Great Barrier Reef durchqueren, ein weiteres Verbrechen an dem bereits schwer beschädigten UNESCO-Weltnaturerbe.

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Mit klimafreundlichen Grüßen
Immanuel Nikelski
Fridays for Future Berlin

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