Zahlreiche Proteste zum Aktionswochenende für Klimagerechtigkeit geplant ++ Tausende zu Protesten im Rheinland erwartet

Berlin, den 23.09.2020

Für das kommende Wochenende kündigen Fridays for Future, Ende Gelände, die Initiative Tagebau-Betroffener „Alle Dörfer bleiben!“ und die „Anti-Kohle-Kidz“ vielfältige Proteste an.

Am Freitag findet der nächste globale Klimastreik von Fridays for Future mit über 400 Demonstrationen in ganz Deutschland und über 2.500 weltweit statt.

Im Rheinland plant Ende Gelände für das gesamte Wochenende Aktionen zivilen Ungehorsams, an denen sich die „Anti-Kohle-Kidz“ beteiligen.

Für Samstag rufen „Alle Dörfer bleiben“ und Fridays for Future zur Demonstration am Tagebau Garzweiler auf.

Live-Übertragung der Pressekonferenzen auf Twitter: @FridayForFuture und @Ende__Gelaende

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklären heute die unterschiedlichen Akteure der Klimabewegung ihre Forderungen:

Ronja Weil, Ende Gelände: „Ein Kohleausstieg 2038 ist ein Klimaverbrechen. Wir haben genug von Kommissionen, Punkte Plänen, Chartas, Klimakabinetten und New Deals. Am Wochenende werden wir zivilen Ungehorsam leisten und den Klimaverbrechern das Handwerk legen. Den sofortigen Kohleausstieg leiten wir jetzt selbst ein.

Quang Paasch, Fridays for Future: „Genau wie die Coronakrise trifft auch die Klimakrise vor allem diejenigen, die jetzt schon unter sozialen Ungerechtigkeiten leiden. Wir lassen das nicht zu. Wir gehen wieder auf die Straße, um für Klimagerechtigkeit zu protestieren. Wir freuen uns, dass nach dem globalen Streik viele Menschen einen Schritt weiter gehen und mit den Anti-Kohle-Kidz und Ende Gelände ins Rheinland fahren, um dort den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen.

Britta Kox, Alle Dörfer bleiben: „Im Rheinland sollen durch RWE noch 7 unserer Dörfer für Kohle vernichtet werden. Aber wir sind eine starke Gemeinschaft, die sich dagegen wehrt. Menschen der gesamten Klimagerechtigkeitsbewegung stehen hinter uns. Gemeinsam kämpfen wir für den Erhalt der Dörfer, der Wälder und für den Schutz des Klimas. Wir werden der Politik und RWE klar machen, dass wir am längeren Hebel sitzen.

Marlene Sasso, Anti-Kohle-Kidz: „Als Anti-Kohle-Kidz schließen wir uns dem Protest von Ende Gelände an. Wir werden freitags auf die Straße gehen und Teil des globalen Streiks sein. Doch die letzten Jahre zeigen, dass das nicht reicht. Deswegen gehen wir jetzt einen Schritt weiter. Mit unseren Körper werden wir die Politik und Industrie blockieren, die unsere Zukunft verspielen.

Dr. Friedrike Otto, Direktorin des Environmental Change Institute der University of Oxford: „Wir haben heute bereits 1 Grad globale Erwärmung. Wir müssen jetzt handeln und unser weltweites Wirtschaftssystem so verändern, dass es nicht mehr auf dem Verbrennen fossiler Brennstoffe beruht. Ein reiches Land wie Deutschland muss, seiner globalen Verantwortung entsprechend, beim Klimaschutz vorangehen.

Kontakte:

Ende Gelände: Ronja Weil
+49 151 413 745 27 | [email protected] | www.ende-gelaende.org

Fridays for Future: Quang Paasch
+49 152 262 228 53 | [email protected] | https://fridaysforfuture.de/

Alle Dörfer bleiben: Britta Kox
+49 152 343 303 77 | [email protected] | www.alle-doerfer-bleiben.de/

Anti-Kohle-Kidz: Marlene Sasso
+49 151 455 716 20 | [email protected] | Twitter: @AntiKohleKi

++Fridays for Future Berlin zum globalen Streik am 25.09.2020++

Berlin, den 16.09.2020

Am 25.09.2020 wird Fridays for Future erneut zum globalen Protest für Klimagerechtigkeit aufrufen! Neben Aktionen in ganz Deutschland ist auch in Berlin eine Großdemonstration angemeldet. Unter dem Motto #KeinGradWeiter wird  in Berlin eine große Fahrrad-Demonstration vom Washington-Platz sowie ein Sitzstreik unter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen vor dem Brandenburger Tor um 11 Uhr stattfinden. Unter anderem werden Annenmaykantereit, Celine Bostic und Fritzi Noir auftreten.

Dazu erklärt Quang Paasch von Fridays for Future:

“Die Klimakrise hat in der Corona-Pandemie keine Pause gemacht- ganz im Gegenteil wurden die Folgen dieses Jahr erneut sichtbar und die resultierenden Ungerechtigkeiten haben sich verstärkt. Die Chance ist da, die Notbremse zu ziehen- nutzen wir sie und überwinden wir das System des Wachstums oder rasen wir profitorientiert auf den Abgrund zu?”

Trotz der Auswirkungen,die die Corona-Krise auf zivilgesellschaftliches Engagement hat, wird Fridays for Future Berlin wieder auf die Straße mobilisieren. Denn es besteht die Überzeugung, dass entsprechend der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, sichere Demonstrationen stattfinden können. Aufgrund der Covid-19- wurden die Streiks im März und April dieses Jahres im Internet weitergeführt und seit Mai unter Infektionsschutzmaßnahmen wieder auf die Straße getragen. Am 25.9 soll weltweit demonstriert werden. Dafür arbeiten Aktivist:innen Hygienekonzepte aus, um coronakonform streiken zu können. Parteiunabhängig fordert die Bewegung von der deutschen Regierung den Kohleausstieg bis 2030 und die Klimaneutralität Deutschlands bis 2035.

“Ein Jahr nach dem Klimapaket wurde die Klimakrise immer noch nicht als Krise wahrgenommen und entsprechend gehandelt. Die Zeit läuft uns davon und die bisherigen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten. Dafür gehen wir am 25.09. alle zusammen mit Maske auf die Straße und sagen #KeinGradWeiter!“ ergänzt Hannah Pirot, Fridays for Future Berlin

Bei Fragen zur Organisation der Demo, den Infektionsschutzmaßnahmen und für Interviews melden Sie sich bitte bei den untenstehenden Kontaktdaten. Außerdem wird es am 18.09.2020 Informationen zur gemeinsamen Pressekonferenz am 23.09.2020 von Fridays for Future, Ende Gelände, Alle Dörfer bleiben und den Anti-Kohle-Kidz geben.

Kontakt

Pressekoordination

Karla Wiegmann
Mail: [email protected]
Tel.: +49 163 1992985

Fridays for Future zur “Galerie des Scheiterns” und Demonstration am 26.06.2020

Berlin, den 24. Juni 2020

Anlässlich der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes Anfang Juli sowie der RWE-Hauptversammlung wird Fridays for Future Berlin am Freitag, den 26. Juni in Berlin protestieren. Die Galerie des Scheiterns wird um 13:30 mit einer Presseführung eröffnet. Anschließend startet die Demonstration um 14:00, zu den Redner*innen zählen am 24.04 Tonny Noshwin und Tadzio Müller. Zudem wird Brass Riot zum Abschluss spielen. Parallel wird es bundesweit in mehreren Dutzend weiteren Städten sowie am Tagebau Garzweiler Proteste für einen schnelleren Kohleausstieg geben.  

 “Wir müssen bis 2030 aus der Kohle aussteigen, um den deutschen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Der Entwurf zum ‘Kohleausstiegsgesetz’ ermöglicht noch für knapp zwei Jahrzehnt die Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen Energieträgers. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevölkerung – auf Kosten unserer Zukunft”, erklärt Quang Paasch Aktivist bei Fridays for Future Berlin.

Mit dem Kohleausstiegsgesetz will die Bundesregierung den Kohleausstieg Deutschlands bis 2038 gesetzlich und durch öffentlich-rechtliche Verträge mit den Energiekonzernen regeln.  Des Weiteren wird im Gesetzestext die “energiewirtschaftliche Notwendigkeit” des Tagebaus Garzweiler 2 festgelegt. Zudem laufen Verhandlungen zwischen den Energiekonzernen und der Bundesregierung, welche Milliarden an Entschädigungen vorsehen. 

In dem 2019 veröffentlichten Forderungspapier fordert Fridays for Future Deutschland den deutschen Kohleausstieg bis 2030, die Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger sowie die Abschaltung von einem Viertel der Kohlekraftwerkskapazitäten bis Ende dieses Jahres.

Bitte beachten Sie: Der zu Beginn des Textes angekündigte Protest sowie die Eröffnung der Galerie des Scheiterns erfolgt unter strengen Auflagen der Versammlungsbehörde und des Gesundheitsamtes. Bitte tragen sie wenn möglich eine Mundnasenbedeckung.

Bei Nachfragen zu Interviews, der Galerie des Scheiterns oder allgemeinen Fragen sind wir über die untenstehenden Kontaktdaten erreichbar. Für Interviews stehen Ihnen Quang Paasch, Lilith Rein, Hannah Pirot und Luisa Neubauer zur Verfügung

Kontakt:

Pressekoordination:

Karla Wiegmann
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Fridays for Future ruft zum Protest gegen das Kohleausstiegsgesetz auf und eröffnet “Galerie des Scheiterns” im Invalidenpark (26.06; 13:30)

Berlin, den 22. Juni 2020

Einladung zur Presseführung

Anlässlich der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetztes und der RWE Hauptversammlung laden wir sie in die “Galerie des Scheiterns” zur Presseführung am 26.06.2020 um 13:30 in den Invalidenpark in Berlin ein. Anschließend dazu findet eine Pressekonferenz am selbigen Ort statt. Parallel wird es bundesweit in weiteren Städten Aktionen geben. Außerdem wird es Proteste am Tagebau Garzweiler geben.

“Die Politik des Wirtschaftsministeriums ist keine Aneinanderreihung einzelner politischer Fehlentscheidungen, es folgt einer systematischen Entscheidung für fossile Konzerninteressen & gegen klimafreundliche Lösungen aus Bürgerhand.” so Quang Paasch, Aktivist bei Fridays for Future Berlin.

Mit dem Kohleausstiegsgesetz will die Bundesregierung den Kohleausstieg Deutschlands bis 2038 verabschieden.  Des Weiteren wird im Gesetztestext die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Tagesbaus Garzweiler 2 festgelegt. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes laufen zudem Verhandlungen zwischen den Energiebetreibern  und der Bundesregierung, welche Milliarden an Entschädigungen vorsieht. 

In dem 2019 veröffentlichten Forderungspapier fordert Fridays for Future Deutschland den deutschen Kohleausstieg bis 2030, die Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger sowie die Abschaltung jedes vierten Kohlekraftwerks bis Ende dieses Jahres.

“Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, müssen wir bis 2030 aus der Kohle aussteigen. Mit diesem “Kohleausstiegsgesetz” steigen wir 8 Jahre zu spät aus der Kohle aus. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevöllkerung – auf Kosten unserer Zukunft.” ergänzt Lilith Rein, Aktivistin bei Fridays For Future Berlin

Bitte beachten Sie: Die zu Beginn des Textes angekündigten Proteste erfolgen unter strengen Auflagen der Versammlungsbehörde und des Gesundheitsamtes. Bei der Aktion werden  Sprecher*innen für Interviews zur Verfügung stehen. 

Bei Rückfragen zur Presseführung, zur Pressekonferenz  oder bei Interviewanfragen an unsere Pressesprecher:innen wenden sie sich gerne an die untenstehenden Kontaktdaten.

Kontakt:

Pressekoordination:

Karla Wiegmann
Mail: [email protected]
Tel.: +49 163 1992985

Fridays for Future protestiert gegen Autoprämie und für klimagerechte Corona-Konjunkturpakete (#klimazielstattlobbydeal)

Berlin, den 30.05.2020

Am 2. Juni 2020 werden Aktivisten und Aktivistinnen von Fridays for Future anlässlich der Beratungen zum Konjunkturpaket erneut vor dem Brandenburger Tor für Klimagerechtigkeit protestieren. Zusätzlich zu einer Demonstration, im Sinne des Infektionsschutzgesetzes veranstaltet Fridays for Future eine Pressekonferenz um 09:30 zusammen mit Pressesprechenden vom Paritätischen Wolfahrsverband und Ver.di im Hauptsaal der Bundespressekonferenz

Neben einem offenen Brief des Bündnisses verlesen die Bündnispartner:innen Kriterien anlässlich des Wiederaufbaus der Wirtschaft. Außerdem werden der Aktion in Berlin deutschlandweit dezentral Aktionen unter dem Motto #KlimazielStattLobbydeal folgen. Ab 10:00 wird auf dem dem Pariser Platz im Anschluss demonstriert, zusätzlich werden Aktvist:innen anlässlich der Abwrackprämie ab 12 eine Menschenkette im Regierungsviertel choreografieren.

Wir können nicht zulassen, dass unsere Antwort auf den Coronavirus eine andere Krise, die Klimakrise, nur noch mehr anheizt. Wir können nicht weiter in veraltete Industrien investieren sondern müssen die Konjunkturpakete nutzen, um zukunftsfähige Industrien zu unterstützen, systemrelevante Berufe zu transformieren und eine widerstandsfähige Gesellschaft aufzubauen”, sagt Luis von Randow, Sprecher Fridays for Future Berlin.

Bereits seit einigen Wochen finden deutschlandweit wieder Aktionen von Fridays for Future statt, zuletzt gegen die Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 und die von der Autolobby geforderte neue Kaufprämie für Autos. In ihren im April 2019 veröffentlichten Forderungen fordert Fridays for Future Deutschland u.a. die sofortige Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger. 

Mit den riesigen Investitionspaketen, die momentan geschnürt werden, haben wir die Möglichkeit den Weg in eine klimagerechte und pariskonforme Zukunft zu gestalten. Dafür müssen die Konjunkturmaßnahmen die Rechte der zukünftigen Generationen im Blick haben und die emissionsarmen Sektoren und Innovationen unterstützen. Eine Abwrackprämie allerdings wäre weder sozial, ökonomisch noch ökologisch zu rechtfertigen, sondern nur ein Geschenk für die stärkste Lobby.” ergänzt Pia Haase, Sprecherin von Fridays for Future.

Bitte beachten sie, dass die Demonstration als auch für die Pressekonferenz alle gesetzlichen Infektionsschutzmaßnahmen gelten. Wenn sie an der Pressekonferenz im Vorhinein der Aktion teilnehmen möchten, antworten Sie bitte direkt auf diese Adresse. Mit der Anmeldung erhalten Sie Ihre Akkreditierung sowie eine Einweisung für den 02.06.

Kontakt:

Karla Wiegmann (Pressekoordination)
[email protected]
Pressehandy: 0163 1992985

Pressekonferenz von Fridays for Future, den Vereinten Dienstleistungsgesellschaften (Ver:di) und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zu den geplanten Konjunkturmaßnahmen

Berlin, den 30.05.2020

Hiermit laden wir Sie zur gemeinsamen Pressekonferenz von Fridays for Future, Ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband am Dienstag, den 02.06.2020 um 9:30 Uhr in den Hauptsaal der Bundespressekonferenz ein.

Anlässlich der Sitzung des Koalitionsausschuss zur Erstellung eines Konjunkturpakets, werden Vertreter*innen von Fridays For Future, ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Position zu den geplanten Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung beziehen und Kriterien für eine gerechte und nachhaltige Krisenbewältigung vorstellen.

Bitte beachten Sie, dass für die Pressekonferenz alle gesetzlichen Infektionsschutzmaßnahmen gelten. Wenn Sie an der Pressekonferenz teilnehmen möchten, können Sie gerne direkt auf diese e-Mail antworten. Für Interviews oder bei Nachfragen können Sie die verschiedenen Organisationen schon im Vorhinein unter den unten stehenden Kontaktdaten telefonisch oder per Mail erreichen.

Kontakte:

Fridays for Future:

Sprecherin: Luisa Neubauer
Pressekoordination: Karla Wiegmann
[email protected]
Pressehandy: 0163 1992985

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Mira Ball
Fachbereich Verkehr
Bundesfachgruppenleiterin Busse und Bahnen
[email protected]

Paritätischer Wohlfahrtsverband:

Ulrich Schneider (Hauptgeschäftsführer)
[email protected]

Pressemitteilung: Kunstaktion von Fridays for Future

5. Mai 2020 10 Uhr, Kanzleramt

Am heutigen Dienstag, den 5. Mai wird Fridays for Future Aktionen im Netz und analog, die mit dem Infektionschtz vereinbar sind, in ganz Deutschland an Produktionsstandorten großer Automobilkonzerne sowie in Berlin am Kanzleramt durchführen, um auf die Gefahren einer erneuten Abwrackprämie aufmerksam zu machen. Die Aktion wird zusammen mit Campact vor dem Kanzleramt um 10 Uhr als Kunstaktion stattfinden. Aktivistinnen aus verschiedenen Bewegungen, darunter auch von Ver.di, werden zusammen lautstark Protest äußern. Sie sind eingeladen als Pressevertreterin mit Videos oder Photos dabei zu sein.

„Der Autogipfel ist jetzt ein Richtungsgipfel, der offen legt, wie ernst der Kanzlerin eine klimaverträgliche, nachhaltige und gerechte Coronapolitik tatsächlich ist. Eine Autoprämie wie vom VDA gefordert ist eine maximal unverantwortliche Idee – ökologisch aber auch ökonomisch“ so Luisa Neubauer.

Eine neue Abwrackprämie würde das Erreichen der zu niedrigen, selbstgesteckten Klimaziele der Bundesregierung unmöglich machen und erst recht das des 1,5 Grad-Ziels. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer Rede beim Petersburger Klimadialog vergangene Woche, das Fridays for Future – Motto #UniteBehindTheScience gelte in beiden Krisen. Das macht klar: Der Coronakrise kann und darf nicht mit Maßnahmen begegnet werden, die die nächste Krise schüren.

„Finanzspritzen in diesen Zeiten müssen an ihren Klimafolgen gemessen werden- Gelder müssen so verteilt werden, dass sie denjenigen helfen, die die Coronakrise stemmen und gleichzeitig häufig am meisten unter ihr leiden. Das sind vor allem Pflegekräfte, Eltern, Erntehelfer:innen, Einzelhändler:innen und Menschen in systemrelevanten Berufsgruppen. Es kann nicht darum gehen, weitere Privilegien zu schaffen für eine ohnehin gut gestellte Gruppe. Stattdessen brauchen wir Lösungen und Wege aus der Krise für alle“ fordert Quang Paasch.

Die Wissenschaft ist sich einig: In der Coronakrise sind konsequente Maßnahmen unverzichtbar. Damit die Gesellschaft nicht unter ihnen leidet, brauchen wir kluges politisches Vorgehen. Es ist wichtig, jetzt den Menschen zu helfen, die wegen der Rezession um ihre Existenz bangen. Die Wissenschaft ist sich auch einig darüber, dass es ebenso konsequente Maßnahmen braucht, um die Klimakrise einzudämmen. Daran erinnert Fridays for Future seit fast eineinhalb Jahren.

„Das macht nur eine Regierung, die Coronazuwendungen nach Lobbystärke und nicht nach Bedürftigkeit und Zukunftsfähigkeit verteilt“ ergänzt Neubauer abschließend.

Am heutigen Dienstag, den 5. Mai, findet in Berlin der Autogipfel statt.
Es wird darum gehen, ob und wie Automobilkonzerne staatlich unterstützt werden. Dagegen wird Fridays for Future mit Campact und Ver.di protestieren und für eine nachhaltige und sozial gerechte Verkehrspolitik einstehen.
Sie sind herzlich eingeladen an der Aktion als Pressevertreter*in teilzunehmen. Bitte halten sie sich dazu an alle Maßnahmen des Infektionsschutzgesetztes.


Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an unsere Pressekoordination:
[email protected]
Karla Wiegmann

Pressemitteilung: Globaler Klimastreik von Fridays for Future am 24.04.2020 in Berlin

Am 24. April 2020 findet der fünfte globale Klimastreik von Fridays for Future statt. Anders als bei den vergangenen Aktionstagen werden dieses Mal allerdings keine Menschenmassen auf den Straßen für Klimagerechtigkeit protestieren: Aufgrund der Coronapandemie ruft Fridays for Future seit März zu alternativen, gesundheitlich unbedenklich Protestformen auf. Als Protestbewegung sehen wir es daher als unsere Aufgabe, auch in diesen Zeiten Wege zu finden, den Menschen die Teilhabe an demokratischer Willensbildung zu ermöglichen. 

“Sowohl die Klimakrise als auch die Coronakrise lassen sich nicht national lösen. Wir brauchen bei beidem internationale Maßnahmen. Der Kampf gegen die Pandemie ist ein Sprint um Menschenleben zu retten, während der Kampf für Klimagerechtigkeit ein Marathon ist. Deswegen werden wir am 24. April wieder weltweit Klimagerechtigkeit einfordern – und dafür auch hier in Berlin eine Protestaktion veranstalten”, so Clara Mayer von Fridays for Future Berlin.

Auf der Website unter fridaysforfuture.de/netzstreikfursklima können sich alle Streikenden mit Bild und Standort eintragen, zudem wird es ein Streikprogramm mit Musik, Reden und Live-Schalten aus ganz Deutschland geben. Zusätzlich findet in Berlin eine große Kunstaktion statt. Aktivist:innen können partizipieren, indem sie gemalte Schilder in den Bezirken Berlins an 30 dezentralen Abgabestationen bis zum 20.04. hinterlassen; danach werden die Boxen mitsamt der Schilder für 72 Stunden versiegelt, um Infektionen auszuschließen. Folgend werden am 24.04. alle Schilder an einem zentralen symbolträchtigen Ort als einmalige Kunstaktion ausgestellt. Unter https://fffutu.re/YXK4QC sind die Abgabestationen sichtbar. 

“Menschenleben müssen endlich über Profite gestellt werden. Für eine langfristige Krisenbekämpfung hin zu einer zukunftsfähigen, bedürfnisorientierten Wirtschaft und widerstandsfähigen Gesellschaft brauchen wir nachhaltige Antworten auf die Coronakrise. Die emissionsarme Arbeit im Krankenhaus, Einzelhandel und ÖPNV muss gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Es muss mit bessere Arbeitsbedingungen, mehr Lohn für die Beschäftigten und Solidarität über Grenzen hinweg, statt Autoprämien und der Förderung von fossilen Energieträgern nach dieser Krise weitergehen.”, erklärt Tom Patzelt von Fridays for Future Berlin.

Bei Fragen und für Interviews, sowie Reportagen über die geplante Aktion stehen wir Ihnen am Aktionstag sowie im Vorfeld, gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Karla Wiegmann

[email protected]

+49 163 1992985 (Pressehandy)       

Tom Patzelt

[email protected]e

Spontandemo zur Adani-Entscheidung von Joe Kaeser – Siemens beteiligt sich weiter an fatalem Kohle-Projekt

Am heutigen Montag protestiert Fridays For Future Berlin spontan um 17 Uhr an der Huttenstraße 12 gegen die Entscheidung des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser, sich weiterhin am Adani-Kohleprojekt zu beteiligen. Zuvor hatte er die Mitarbeit des Konzerns am Bau einer der größten Kohleminen der Welt in Australien infrage gestellt.

„Die heutige Entscheidung macht die Bestrebungen von Kaeser, den Siemens-Konzern zukunftsgerichtet wirken zu lassen, vollständig zunichte. Mit dem “Ja” zum katastrophalsten Kohleminen-Projekt der Welt tritt Kaeser die nachhaltigen Bestrebungen seines Unternehmens für ein Volumen von nur 20 Millionen Euro in die Tonne,“ sagte Nick Heubeck, der am 10.01.2020 am Treffen mit Joe Kaeser teilgenommen hatte.

Quang Paasch, Aktivist aus Berlin meint: “Die aktuelle Lage in Australien zeigt, dass wir mitten in der Klimakrise stecken. Joe Kaesers Beteiligung am Kohle Projekt Adani unterstreicht die unmoralische Verantwortung des Wirtschaftsunternehmen Siemens. Wir im globalen Norden missachten weiterhin die Lebensgrundlage der indigenen Menschen. Dies können wir nicht so einfach hinnehmen.”

Bereits 60 Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit mit dem indischen Konzern Adani beendet. Die Carmichael-Mine gilt als eines der umstrittensten Bauprojekte der Welt. Nach der Fertigstellung wäre die Adani-Mine eines der größten Kohlebergwerke weltweit, wodurch jährlich zusätzlich 705 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden würden. Durch den Bau werden Land und Kulturstätten australischer Ureinwohnerinnen und Ureinwohner zerstört. Zum Transport der Kohle nach Asien sollen darueberhinaus jährlich über 500 Kohlefrachter das Great Barrier Reef durchqueren, ein weiteres Verbrechen an dem bereits schwer beschädigten UNESCO-Weltnaturerbe.

Bei Fragen oder gewünschter Interviewvermittlung:
[email protected]
01631992985

Mit klimafreundlichen Grüßen
Immanuel Nikelski
Fridays for Future Berlin

Fridays for Future Köln und Berlin ziehen Bilanz aus einem Jahr wöchentlicher Streiks und pausieren bis zum Jahresanfang

Am kommenden Freitag, den 13.12.2019, finden deutschlandweit die 52. durchgängigen Streiks von FridaysForFuture-Ortsgruppen statt. Auch nach diesem Jahr befindet sich Deutschland noch immer nicht auf dem Weg, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Insgesamt zählten die Veranstalterinnen und Veranstalter über drei Millionen Teilnehmende an den mehreren Tausend Aktionen. Auch in dieser Woche wird in vielen Städten Deutschlands gestreikt – in Köln und Berlin jedoch für dieses Kalenderjahr zum letzten Mal. 

“Vor genau einem Jahr haben wir die Schulstreiks gestartet, um ein Sprachrohr der Wissenschaft zu sein. Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem nicht über die Klimakrise gesprochen wird. Trotzdem blockiert unsere Bundesregierung und insbesondere Peter Altmaier weiter jeden Fortschritt in der Klimapolitik. Deshalb werden wir uns in den kommenden Wochen beraten, wie wir den Druck nach einem Jahr durchgängiger Streiks erhöhen können”, so Karl Klingeberg, Schüler aus Berlin, der seit einem Jahr streikt.

Bis zum Jahresbeginn werden sowohl in Köln als auch in Berlin keine Streiks mehr stattfinden. Dies begründen die Veranstalterinnen und Veranstalter damit, dass sie ihre Kapazitäten darin investieren wollen, neue Strategien zur Eindämmung der Klimakrise zu finden. Anfang 2020 planen die Ortsgruppen dann, sich mit unterschiedlichen Aktionen weiter für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels einzusetzen. Dabei werden sie auch am kommenden und inzwischen fünften Global Strike der weltweiten FridaysForFuture-Bewegung teilnehmen. Der Termin hierfür wird in den kommenden Tagen veröffentlicht.

“Für uns kommt es auch nach einem Jahr nicht in Frage, den Protest abzuschwächen. Die Klimakrise trifft schon heute vor allem den Globalen Süden und führt dort zu verheerenden Folgen. Deswegen setzen wir uns auch weiter für alle ein, deren Lebensgrundlagen durch die aktuelle Politik der Bundesregierung gefährdet werden”, so Pauline Brünger, Schülerin aus Köln, die seit einem Jahr streikt.


FFF-Berlin Eckdaten

Auftaktkundgebung: 12 Uhr // Invalidenpark
Anfang der Laufdemo: 13 Uhr

Bei Fragen oder gewünschter Interviewvermittlung:
[email protected]
01631992985

FFF-Köln Eckdaten
Auftaktkundgebung: 10 Uhr, Bahnhofsvorplatz
Abschlusskundgebung: 14 Uhr, Bahnhofsvorplatz

Bei Fragen oder gewünschter Interviewvermittlung:
[email protected]
+491638625359

Mit klimafreundlichen Grüßen,
Immanuel Nikelski
Fridays for Future Berlin