Pressemitteilung: Kunstaktion von Fridays for Future

5. Mai 2020 10 Uhr, Kanzleramt

Am heutigen Dienstag, den 5. Mai wird Fridays for Future Aktionen im Netz und analog, die mit dem Infektionschtz vereinbar sind, in ganz Deutschland an Produktionsstandorten großer Automobilkonzerne sowie in Berlin am Kanzleramt durchführen, um auf die Gefahren einer erneuten Abwrackprämie aufmerksam zu machen. Die Aktion wird zusammen mit Campact vor dem Kanzleramt um 10 Uhr als Kunstaktion stattfinden. Aktivistinnen aus verschiedenen Bewegungen, darunter auch von Ver.di, werden zusammen lautstark Protest äußern. Sie sind eingeladen als Pressevertreterin mit Videos oder Photos dabei zu sein.

„Der Autogipfel ist jetzt ein Richtungsgipfel, der offen legt, wie ernst der Kanzlerin eine klimaverträgliche, nachhaltige und gerechte Coronapolitik tatsächlich ist. Eine Autoprämie wie vom VDA gefordert ist eine maximal unverantwortliche Idee – ökologisch aber auch ökonomisch“ so Luisa Neubauer.

Eine neue Abwrackprämie würde das Erreichen der zu niedrigen, selbstgesteckten Klimaziele der Bundesregierung unmöglich machen und erst recht das des 1,5 Grad-Ziels. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer Rede beim Petersburger Klimadialog vergangene Woche, das Fridays for Future – Motto #UniteBehindTheScience gelte in beiden Krisen. Das macht klar: Der Coronakrise kann und darf nicht mit Maßnahmen begegnet werden, die die nächste Krise schüren.

„Finanzspritzen in diesen Zeiten müssen an ihren Klimafolgen gemessen werden- Gelder müssen so verteilt werden, dass sie denjenigen helfen, die die Coronakrise stemmen und gleichzeitig häufig am meisten unter ihr leiden. Das sind vor allem Pflegekräfte, Eltern, Erntehelfer:innen, Einzelhändler:innen und Menschen in systemrelevanten Berufsgruppen. Es kann nicht darum gehen, weitere Privilegien zu schaffen für eine ohnehin gut gestellte Gruppe. Stattdessen brauchen wir Lösungen und Wege aus der Krise für alle“ fordert Quang Paasch.

Die Wissenschaft ist sich einig: In der Coronakrise sind konsequente Maßnahmen unverzichtbar. Damit die Gesellschaft nicht unter ihnen leidet, brauchen wir kluges politisches Vorgehen. Es ist wichtig, jetzt den Menschen zu helfen, die wegen der Rezession um ihre Existenz bangen. Die Wissenschaft ist sich auch einig darüber, dass es ebenso konsequente Maßnahmen braucht, um die Klimakrise einzudämmen. Daran erinnert Fridays for Future seit fast eineinhalb Jahren.

„Das macht nur eine Regierung, die Coronazuwendungen nach Lobbystärke und nicht nach Bedürftigkeit und Zukunftsfähigkeit verteilt“ ergänzt Neubauer abschließend.

Am heutigen Dienstag, den 5. Mai, findet in Berlin der Autogipfel statt.
Es wird darum gehen, ob und wie Automobilkonzerne staatlich unterstützt werden. Dagegen wird Fridays for Future mit Campact und Ver.di protestieren und für eine nachhaltige und sozial gerechte Verkehrspolitik einstehen.
Sie sind herzlich eingeladen an der Aktion als Pressevertreter*in teilzunehmen. Bitte halten sie sich dazu an alle Maßnahmen des Infektionsschutzgesetztes.


Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an unsere Pressekoordination:
[email protected]
Karla Wiegmann

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