Fridays for Future zur “Galerie des Scheiterns” und Demonstration am 26.06.2020

Berlin, den 24. Juni 2020

Anlässlich der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes Anfang Juli sowie der RWE-Hauptversammlung wird Fridays for Future Berlin am Freitag, den 26. Juni in Berlin protestieren. Die Galerie des Scheiterns wird um 13:30 mit einer Presseführung eröffnet. Anschließend startet die Demonstration um 14:00, zu den Redner*innen zählen am 24.04 Tonny Noshwin und Tadzio Müller. Zudem wird Brass Riot zum Abschluss spielen. Parallel wird es bundesweit in mehreren Dutzend weiteren Städten sowie am Tagebau Garzweiler Proteste für einen schnelleren Kohleausstieg geben.  

 “Wir müssen bis 2030 aus der Kohle aussteigen, um den deutschen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Der Entwurf zum ‘Kohleausstiegsgesetz’ ermöglicht noch für knapp zwei Jahrzehnt die Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen Energieträgers. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevölkerung – auf Kosten unserer Zukunft”, erklärt Quang Paasch Aktivist bei Fridays for Future Berlin.

Mit dem Kohleausstiegsgesetz will die Bundesregierung den Kohleausstieg Deutschlands bis 2038 gesetzlich und durch öffentlich-rechtliche Verträge mit den Energiekonzernen regeln.  Des Weiteren wird im Gesetzestext die “energiewirtschaftliche Notwendigkeit” des Tagebaus Garzweiler 2 festgelegt. Zudem laufen Verhandlungen zwischen den Energiekonzernen und der Bundesregierung, welche Milliarden an Entschädigungen vorsehen. 

In dem 2019 veröffentlichten Forderungspapier fordert Fridays for Future Deutschland den deutschen Kohleausstieg bis 2030, die Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger sowie die Abschaltung von einem Viertel der Kohlekraftwerkskapazitäten bis Ende dieses Jahres.

 „Wir beobachten seit Jahren eine systematische Verlangsamung der Energiewende und die Verstrickung der fossil-kapitalistischen Kohlekonzerne mit der Regierung! Dass im neuen Gesetzestext verankert ist, dass die Bundesregierung ohne den Bundestag mit Braunkohlebetreibern Verträge abschließen darf ist respektlos und zeigt die offensichtlichen undemokratischen Verbindungen auf. Das Kohleausstiegsgesetz ist ein Skandal und darf in dieser Form keinesfalls verabschiedet werden- andernfalls droht die Beschleunigung der Klimakrise und damit die Zerstörung unserer Zukunft!“ ergänzt Lilith Rein, Aktivistin bei Fridays for Future Berlin.

 Bitte beachten Sie: Der zu Beginn des Textes angekündigte Protest sowie die Eröffnung der Galerie des Scheiterns erfolgt unter strengen Auflagen der Versammlungsbehörde und des Gesundheitsamtes. Bitte tragen sie wenn möglich eine Mundnasenbedeckung.

Bei Nachfragen zu Interviews, der Galerie des Scheiterns oder allgemeinen Fragen sind wir über die untenstehenden Kontaktdaten erreichbar. Für Interviews stehen Ihnen Quang Paasch, Lilith Rein, Hannah Pirot und Luisa Neubauer zur Verfügung

Kontakt:

Pressekoordination:

Karla Wiegmann
Mail: [email protected]
Tel.: +49 163 1992985

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