Pressemitteilung: Fridays for Future Berlin streikt für den Erhalt Lützeraths

Berlin, 04.10.2022 – Am heutigen Dienstag sah sich die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future Berlin gezwungen, mit einer Protestaktion vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima für den Erhalt des Dorfes Lützerath einzustehen.

Es fand eine Banneraktion vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima statt, bei der zahlreiche Aktivist*innen lautstark für den Erhalt des Dorfes demonstrierten.

In Lützerath verläuft die 1,5 Grad-Grenze Deutschlands. Wenn dieses Dorf abgebaggert wird, ignoriert unsere Regierung offensichlich das Pariser Klimaabkommen. Während der so genannte Klimaminister erneut Konzerninteressen vor Menschenleben stellt, werden wir nicht tatenlos hinnehmen, dass noch immer keine nachhaltige Krisenlösung stattfindet.

Luis von Randow, Sprecher für Fridays for Future

Wirtschaftsminister Robert Habeck kündigte am Morgen an, dass die Laufzeit zweier Kraftwerke verlängert werden solle. Diese Entscheidung kritisiert Fridays for Future vor allem deswegen hart, weil das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima keine Ausgleichslösung für das zusätzlich emittierte CO2 vorweist. Außerdem verurteilt die Klimagerechtigkeitsbewegung die Pläne als Einknicken der Bundesregierung vor den Konzerninteressen RWEs.

Nach jahrelangem Protest ist es ein klarer Erfolg der Klimabewegung, dass RWE sich zum Kohleausstieg 2030 bekennt. Angesichts dessen ist es jedoch ein Desaster, dass die Regierung noch immer keine ernsthaften Maßnahmen ergreift, um in allen Sektoren Energie zu sparen und Emissionen zu senken. Die heutige Ankündigung war ein billiger Versuch, die Untätigkeit in Sachen beschleunigter Energiewende und raschem ÖPNV-Ausbau zu verdecken

Darya Sotoodeh von Fridays for Future

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung betont in einer Studie ebenfalls, dass die Kohle unter Lützerath auch in Zeiten der Energiekrise nicht benötigt wird.

Anschließend zur heutigen Aktion wird es auch am Freitag eine Aktion geben. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Bilder und Videos der Aktion finden Sie hier: https://flic.kr/s/aHBqjA9ReC

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Mail: berlin@fridaysforfuture.de

Telefon: +49 163 1992985

Pressemitteilung: Fridays for Future streikt mit 36.000 Menschen in Berlin

Berlin, 23.09.2022. – Am heutigen Freitag protestierten weltweit Hunderttausende unter dem Motto #PeopleNotProfit für Klimagerechtigkeit. Alleine in Deutschland folgten 280.000 Menschen in mehr als 270 Städten dem Aufruf von Fridays for Future. In der Hauptstadt Berlin schlossen sich mehr als 36.000 Menschen den Protesten an. Bilder, Videos und Redebeiträge der Demonstration können unter folgendem Link eingesehen werden: https://ffftre.es/2309_berlin

„Die Sorgen der Menschen müssen endlich angegangen werden. Deshalb fordern wir ein Sondervermögen über 100 Milliarden Euro von der Bundesregierung. Damit sollen Menschen jetzt kurzfristig entlastet werden, um die Energiepreise stemmen zu können, aber vor allem ein nie da gewesener Ausbau erneuerbarer Energien finanziert werden. Wir sagen nein zu Kohle, Öl und Gas. Wir brauchen jetzt sofort erneuerbare Energien.“

Clara Duvigneau, Sprecherin für Fridays for Future

Die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future stand heute auf der Straße, um ein 100 Milliarden Euro Sondervermögen für Klima und Sicherheit zu fordern. Diese Investition ist laut Fridays for Future essenziell wichtig und finanzierbar. Was fehlt, sei der politische Wille. 

Maya Winkler, Sprecherin von Fridays for Future, betont:

„Auch wenn die Regierung in Deutschland gerade nationalen Problemen wie der Energiekrise gegenübersteht, muss sie international Verantwortung übernehmen. Deutschlands Aufgabe ist es, der internationalen Ungerechtigkeit angemessen zu begegnen und Länder des Globalen Südens zu entschulden. Denn nur so können Länder des globalen Südens Klimaanpassungen finanzieren und langfristig in klimagerechte Maßnahmen investieren.“

Sollten sich noch Rückfragen oder Interviewanfragen ergeben, stehen wir gern zur Verfügung.

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Fotos, Videos und Reden: https://ffftre.es/2309_berlin

Pressemitteilung: Alle heißen News vor dem 23. September

Die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future ruft am 23. September unter dem Motto #PeopleNotProfit erneut zum globalen Klimastreik auf. Klimaaktivist*innen fordern am 23.09. weltweit von Entscheidungsträger*innen, Politik für Menschen statt Profite zu machen und dabei die am stärksten betroffenen Regionen besonders zu entlasten.

An diesem Tag gehen Millionen Aktivist*innen weltweit und in Berlin für Klimagerechtigkeit und eine Politik, die sich dafür einsetzt, auf die Straße. In Berlin startet die Demonstration mit einer Auftaktkundgebung um 12.00 Uhr im Invalidenpark und wird nach einer Laufdemonstration durch das Regierungsviertel wieder dort enden. Das Programm  beinhaltet sowohl Reden als auch Musikbeiträge. Dabei sind im Vorhinein vor allem Höhepunkte wie Marc-Uwe Kling, Luisa Neubauer und Von Wegen Lisbeth zu nennen.

Es werden der Presse ab 13.00 Uhr Bilder, Videos und die Reden zur Verfügung gestellt, diese sind unter folgendem Link aufzufinden: https://ffftre.es/2309_berlin Die Ordner werden bis 18.00 Uhr kontinuierlich ergänzt.

Die Menschen machen sich im Moment sehr viele Sorgen. Viele wissen nicht, wie sie ihre Strom und Gasrechnungen bezahlen sollen. Wir fordern ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro, um allen Menschen eine Energiegrundsicherung zu ermöglichen, erneuerbaren Energien radikal auszubauen und eine konsequente, bezahlbare Verkehrswende schnell umzusetzen. Wer 100 Milliarden Euro für das Militär bereitstellen kann, muss mindestens genau so viel Geld investieren, um die Klimakrise aufzuhalten.

Clara Duvigneau, Sprecherin für Fridays for Future

Die Regierung muss Geld in die Hand nehmen für eine echte und gerechte Krisenbewältigung und -prävention. Es ist möglich, aus der Krisenspirale herauszukommen. Durch den Einsatz eines 100 Mrd-Sondervermögens sollen laut Fridays for Future notwendige Maßnahmen zum Schutz vor der Klimakatastrophe getroffen werden, um zusätzlich zu den aktuellen, kurzfristigen Entlastungen, langfristige Sicherheit für Menschen zu schaffen.

Die Angst vor den Nebenkostenabrechnungen ist eine direkte Konsequenz einer Politik, die sich zu lange geweigert hat, eine Energieunabhängigkeit auf Basis günstiger erneuerbarer Energien einzuleiten. 

Darya, Sprecherin Fridays for Future, betont:

Wir sehen die Folgen der Klimakrise bereits jetzt. Zahlreiche Menschen verlieren ihr Leben oder ihre Existenz, beispielsweise gerade in Pakistan. Die unverhältnismäßig hohen Emissionen der Länder des Globalen Nordens und die jahrhundertelange koloniale Ausbeutung jener Länder, die heute am stärksten unter der Klimakrise leiden, müssen entschuldet werden. Gleichzeitig muss Deutschland seine selbsterklärten Klimaziele einhalten, um zukünftige Folgen so weit wie möglich zu begrenzen. Geld muss gezielt in diese Bereiche fließen, für einen Wandel zu einer nachhaltigen und sozial gerechten Gesellschaft.

Der Globale Norden hat durch den Kolonialismus nicht nur den Grundstein für die Klimakrise gelegt, sondern auch enorme Zerstörung in den betroffenen Regionen angerichtet. Fridays for Future fordert deswegen zusammen mit der Kampagne debt for climate eine sofortige Entschuldung des Globalen Südens.

Vor Beginn der Demonstration wird es eine Fotoaktion des „for Future“ Bündnis geben. Diese Aktion startet um 11.30 Uhr, ebenfalls im Invalidenpark und soll bildhaft die Klimakrise und mögliche Gegenmaßnahmen aufzeigen.

Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zum Klimastreik am 23.09.2022 ein und freuen uns auf zahlreiche Berichterstattung.

Sollten sich im Vorhinein und am Streiktag irgendwelche Rückfragen ergeben, stehen wir gern zur Verfügung. Es werden wieder Pressepodeste sowohl auf der Kundgebung als auch auf der Demonstration zur Verfügung stehen. Ein Pressesplit steht hinter der Bühne ebenfalls bereit.

Kontakt:

Mail: berlin@fridaysforfuture.de
Telefon: 0163 1992985

Fotos, Videos und Reden: https://ffftre.es/2309_berlin

Sharepics und Grafiken zum Klimastreik können Sie zur freien Nutzung hier herunterladen:

Pressemitteilung: Globaler Klimastreik am 23.9.2022

Die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future ruft am 23.09.2022 zum elften globalen Klimastreik auf. Unter dem Motto #PeopleNotProfit streiken Klimaaktivist*innen weltweit für eine Sozial-Ökologische Transformation und eine 180° Wende der Politik.   Die Demonstrationen finden deutschlandweit in über 200 Städten statt. Auch in Berlin wird gestreikt, um 12:00 Uhr im Invalidenpark. Mit einem lautstarken Protestzug durch das Regierungsviertel fordert Fridays for Future die Sicherung von Existenzgrundlagen, vor allem für betroffene Menschen im Globalen Süden.

„Die Klimakrise darf nicht gegen die Energiekrise ausgespielt werden. Es kann nicht sein, dass fossile Energiekonzerne Milliarden Gewinne machen, während viele Menschen ihre Gasrechnungen nicht bezahlen können. Wir fordern eine Energiegrundsicherung für alle, finanziert durch eine Übergewinnsteuer. Damit endlich die Interessen der Menschen über die Profite der fossilen Großkonzerne gestellt werden. #PeopleNotProfit“

Clara Duvigneau von Fridays for Future



Die Gasumlage macht erneut sichtbar, dass Verluste kollektiviert und Gewinne privatisiert werden. Um dieser Ungerechtigkeit entgegen zu treten, fordert die Bewegung eine Energiegrundsicherung. Die Schere zwischen arm und reich wächst und wächst. Stattdessen muss allen Menschen der dauerhafte Zugang zu bezahlbarer Energie gewährleistet werden. Die gerechte Finanzierung soll laut Fridays for Future eine Übergewinnsteuer garantieren.

Darya Sotoodeh, Sprecherin für Fridays for Future äußert sich:


„Insbesondere in den am stärksten betroffenen Regionen erleben Menschen
jeden Tag Leid und Katastrophen durch die Klimakrise. Diese Krisen
werden verursacht durch eine fossile Politik, die die Interessen
dreckiger Konzerne über menschliche Bedürfnisse und unsere
Lebensgrundlagen stellt. Die Entscheidungsträger*innen müssen endlich
aufhören, Menschenleben aufs Spiel zu setzen und stattdessen Maßnahmen
für Klimagerechtigkeit ergreifen. Ein essenzieller Teil davon sind
Reparationszahlungen für die vom Globalen Norden verursachten
Klimaschäden in den am stärksten betroffenen Regionen”

Darya Sotoodeh, Sprecherin für Fridays for Future

Der Globale Norden hat durch den Kolonialismus nicht nur den Grundstein für die Klimakrise gelegt, sondern auch enorme Zerstörung in den betroffenen Regionen angerichtet.
Die Klimagerechtigkeitsbewegungen Fridays for Future und debt for climate sehen eine Entschuldung Globalen Südens als unvermeidbar.  Deutschland und insbesondere Finanzminister Christian Lindner stehen nun in der moralischen Pflicht, diese Forderung beim Internationalen Währungsfonds und der Weltbank umzusetzen.


„Der Kolonialismus ist die Wurzel der Klimakrise, und seine zeitgenössische Form der Motor, der sie weiter vorantreibt: die Verschuldung des Globalen Südens durch Institutionen des Globalen Nordens, wie der Internationale Währungsfonds und die Weltbank. Solange Länder des Globalen Südens durch neokoloniale Schuldenpolitik zu mehr Extraktivismus gezwungen werden, um Zinsen auf Schulden zurückzahlen zu können, die sie schon längst zurückgezahlt haben, nur, um die Profite des Globalen Nordens zu sichern, kann von Klimagerechtigkeit keine Rede sein. Der Globale Norden muss seine historische Schuld gegenüber MAPA begleichen; die Entschuldung ist der notwendige erste Schritt, um eine gerechte Transformation möglich zu machen.“ so ein*e Sprecher*in von debt for climate


Die Klimakrise läuft sich gerade erst warm. Tödliche Flutkatastrophen wie in Pakistan, Waldbrände und Dürreperioden sind zum Normalzustand geworden. Die derzeitigen Maßnahmen der deutschen Politik reichen bei weitem nicht aus und deshalb ist es umso wichtiger, gemeinsam aktiv zu werden. Fridays for Future ruft alle Menschen dazu auf, am 23.09. beim globalen Klimastreik auf die Straßen zu gehen.

Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zum Klimastreik am 23.09.2022 ein und freuen uns auf zahlreiche Berichterstattung.

Sollten sich im Vorhinein und am Streiktag irgendwelche Rückfragen ergeben, stehen wir gern zur Verfügung. Es werden wieder Pressepodeste sowohl auf der Kundgebung als auch auf der Demonstration zur Verfügung stehen.

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